„X-Men 2“ Auftakt für Sommer der Sequels
Mutanten machen Kasse

Die Mutanten des "X-Men"-Teams haben am Wochenende auf allen Erdteilen die Kinos erobert. Die Fortsetzung des auf einer Comic-Serie beruhenden Sci-Fi-Abenteuers spielte nach Studioangaben seit dem 1. Mai weltweit mehr als 155 Mill. Dollar ein (rund 139 Mill. ?). Dabei ist "X-Men 2" nur die erste große Welle einer Hollywood-Sturmflut, die in diesem Jahr nach dem Motto "Wiedersehen bringt Freude und Geld" durch die Kinos strömt.

HB/dpa NEW YORK. Für zusammen genommen mehr als eine Milliarde Dollar haben die Studios die Rekordzahl von 25 Sequels und Prequels, Fortsetzungen und Vorgeschichten erfolgreicher Filme produziert. Die weitaus meisten kommen früher oder später auch in deutsche Kinos. Charlies Engel und die Spy Kids, der Exorzist, der Terminator, die American-Pie-Teenager und natürlich, wenn auch erst kurz vor Weihnachten, der Herr der Ringe sind nur einige der vielen Bekannten, die nach dem Wiederholungstreffer der X-Men mit der Gunst des zahlenden Publikums rechnen.

Allein in den USA lenkte der unverwüstliche Messermann Wolverin (Hugh Jackman) gemeinsam mit seinen wundersamen Artgenossen 86 Mill. Dollar in die Kinokassen. "X-Men 2" schaffte damit zum Auftakt des US-Kinosommers das fünftbeste Wochenenendergebnis aller Zeiten - hinter "Spider-Man", "Vergessene Welt - Jurassic Park" und den beiden "Harry Potter"-Filmen. Auch in Deutschland strömten Fans des Sci-Fi-Abenteuers am letzten Wochenende in Massen in die Kinos und bescherten dem verfilmten Mutantenstadl unter anderem den achtbesten deutschen Kinostart überhaupt. Immerhin gehört mit dem Nightcrawler Kurt Wagner (Alan Cumming), der als dunkelblaue Wolke durch Wände zischen kann, jetzt auch ein Deutscher zum X-Team.

Kritiker in den USA bescheinigten dem Regisseur Bryan Singer, den Überraschungserfolg seiner ersten Verfilmung der X-Men-Comic-Vorlage vor drei Jahren mit mehr Tempo und Witz, vor allem aber mit besseren Spezialeffekten übertroffen zu haben. Zum Erfolg trug aber auch die engagiert spielende Starbesetzung bei, allen voran die beiden Sci-Fi- Altmeister Patrick Stewart und Ian McKellen.

Allzu lange dürften sich die Mutanten aber nicht an der Spitze sonnen, denn die Konkurrenz ist schon im Anmarsch. "Matrix Reloaded" könnte "X-Men 2" noch in den Schatten stellen. Nach vierjähriger Schonzeit tritt Cyberpunk Keanu Reeves - erneut mit tatkräftiger Hilfe durch Carrie-Anne Moss und Laurence Fisburne - in den US-Kinos in der kommenden Woche und in Deutschland ab dem 22. Mai zum zweiten Mal gegen die eiskalten Maschinenmenschen an. Im Herbst gibt es dann mit "Matrix Revolutions" den dritten Aufguss.

Wichtig sei gar nicht, wie viele Fortsetzungen ein Film erlebt, verteidigte die schöne Carrie-Anne Moss den seit Jahrzehnten bekannten Sequel-Drang Hollywoods. "Wenn jemand nur Geld schinden will, wird der Film nicht gut. Wenn echtes Engagement dahinter steckt, dann kommt er auch an." Und schließlich gibt es - egal ob Sci-Fi, Action, Horror oder Komödie - weltweit Mill. Fans, die sich nach Fortsetzungen ihrer Lieblingsfilme sehnen.

Wer zum Beispiel die Computerspiel-Traumfrau Lara Croft in Gestalt von Angelina Jolie mag, wird sich auf den 14. August freuen, wenn "Tomb Raider - Die Wiege des Lebens" anläuft. Noch bevor sich die Powerfrau im ständigen Kampf mit dem Oberschurken Reiss ihren Weg zu einem Unterwassertempel nebst sagenumwobenem Schatz bahnt, ist einmal mehr Action-Oldie "Ahnuld" dran. Arnold Schwarzenegger schlägt in "Terminator drei - Rebellion der Maschinen" ab dem 31. Juli wieder alles kurz und klein, um die Welt vor bösartigen Automaten zu retten.

Davor darf erst noch ein anderer Superheld auftrumpfen, den man zwar wie "Spider-Man" und die "X-Men" auch schon aus Marvel-Comics kennt, der aber zum ersten Mal auf die Kinoleinwand kommt. Den Doktor Banner, der durch eine Überdosis Gamma-Strahlen zur grünen Monsterkreatur "Hulk" mutiert, spielt Eric Bana. Inszeniert hat das Spektakel, das am 3. Juli anläuft, der Action-Spezialist Ang Lee.

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