Xetra-Vorbericht
Leicht nachgebende Dax-Kurse erwartet

Sowohl die politische Situation im Nahen Osten wie auch die überwiegend schlechten Wirtschaftsdaten der vergangenen Woche aus den USA lasteten auf der Stimmung, heißt es.

dpa-afx FRANKFURT. Die deutschen Standardwerte dürften am Montag die Handelswoche mit Kurverlusten beginnen. "Wir erwarten den Dax etwas schwächer bei 4 950 Punkten", sagte Aktienhändler Norbert Empting vom Handelshaus Schnigge. Der US-Energiekonzern Enron habe am Sonntag Insolvenz beantragt und dies habe bereits die Aktiebörse in Tokio belastet, so sein Begründung.

Momentan herrsche die Unsicherheit im Markt vor. Zum einen sei die Konferenz über die Zukunft Afghanistans auf dem Petersberg verlängert worden und zum anderen gebe es neue Gewalt im Nahen Osten. Lang & Schwarz stellte den Deutschen Aktienindex gegen 8.20 Uhr bei 4 940 Punkten fest.

Die deutschen Aktienindizes haben sich vor dem Wochenende widerstandsfähig gezeigt und zugelegt. Der Deutsche Aktienindex überwand im Tagesverlauf am Freitag mühelos die 5 000-Punkte-Hürde, konnte sie aber nicht bis zur Schlussglocke halten. Am Abend stand der Index nur noch bei 4 989,91 Punkten. Das war ein Plus von 1,09 %. Der MDax stieg um 0,85 % auf 4 272,45 Zähler. Der Nemax 50 kletterte um 0,42 % auf 1 240,41 Punkte.

Die US-Börsen haben am Freitag die Handelswoche uneinheitlich beendet. Während der Index der 30 industriellen Standardwerte Dow Jones Industrial Average um 0,23 % auf 9 851,56 Zähler stieg, fiel hingegen der technologielastige Nasdaq-Composite-Index um 0,14 % auf 1 930,58 Punkte. Der marktbreitere Standardwerteindex S&P 500 sank um 0,07 % und ging mit 1 139,45 Zählern ins Wochenende.

Der größte Energiemakler der Welt, der US-Energiekonzern Enron , hat am Sonntag Insolvenz angemeldet, nachdem der Rivale Dynegy am Mittwoch sein Kaufangebot zurückgezogen hatte. Enron kündigte an, Dynegy wegen Vertragsbruchs zu verklagen und mindestens zehn Mill. Dollar Entschädigung zu fordern. Mit dem Insolvenzantrag wird praktisch zur Gewissheit, dass eine ganze Reihe von Banken mit Enron-Kreditausfällen rechnen müssen. In Deutschland sind etwa Deutsche Bank , HypoVereinsbank und Dresdner betroffen.

Der im MDAX notierte Essener Baukonzern Hochtief legt am heutigen Montag seine Neunmonatszahlen vor.

Der Volkswagen-Konzern hat im November in den USA 27 465 Fahrzeuge verkauft, 3,3 % mehr als im Vorjahresmonat. Das sei das beste November-Verkaufsergebnis seit 28 Jahren, teilte das Unternehmen am Sonntag in Wolfsburg mit.

Bayer-Vorstandschef Manfred Schneider plant nach einem Zeitungsbericht den Umbau des Chemie- und Pharmakonzerns . Schneider werde dem Bayer-Aufsichtsrat am Donnerstag eine Aufspaltung in die vier rechtlich selbstständigen Sparten Pflanzenschutz, Gesundheit, Chemie und Polymere vorschlagen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" ("FASZ") unter Berufung auf Firmenkreise. Dieser Umbau sollte sich positv auf den Aktienkurs auswirken, sagte Empting.

Hypovereinsbank-Chef Albrecht Schmidt hat einem Magazinbericht zufolge im Rahmen seines aktuellen Konzern-Umbaus seinen Vorstandkollegen Norbert Juchem entmachtet. Wie das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete, verlor Juchem die Verantwortung für den lukrativen Wertpapier-Bereich des Instituts. Konzerninsider gehen davon aus, dass Juchem den Aufsichtsrat um die Auflösung seines Vertrages bittet. Potenzieller Nachfolger könnte Willi Hemetsberger von der Bank Austria sein.

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