Y2K-Problem erledigt, aber Vertrag läuft noch
Schwieriger Ausstieg

Unternehmen, die Ende der Neunzigerjahre mit Blick auf das Jahr- 2000-Problem ihre IT ausgelagert haben, droht in diesem Jahr ein böses Erwachen. Die oft auf fünf bis sieben Jahre befristeten Verträge enthalten in vielen Fällen keine verbindlichen Regelungen für den möglichen Ausstieg des Outsourcingkunden.

Die Folge: Will ein Unternehmen zu einem günstigeren Anbieter wechseln oder den outgesourcten Bereich wieder in eigener Regie übernehmen, bleibt ein Großteil des Know-hows beim Dienstleister. "Wenn das nicht vertraglich festgelegt wurde, ist der Outsourcingdienstleister nur in einem marginalen Umfang zur Hilfe verpflichtet", sagt der Rechtsanwalt Ulrich Wuermeling, Outsourcingexperte bei der Kanzlei Latham & Watkins.

Ein weiteres Problem: "Viele Unternehmen schauen sich ihre Verträge erst kurz vor Ablauf der Kündigungsfrist an. Dann ist es für einen Plan B aber oft schon zu spät." Unternehmen, die die Zusammenarbeit mit ihrem bisherigen Dienstleister beenden möchten, aber kurzfristig nicht mehr können, rät der Experte deshalb, den bestehenden Vertrag befristet zu verlängern. "Spätestens dann sollten sie aber explizit festschreiben, wie und in welchem Umfang der bisherige Dienstleister bei einem Wechsel zur Mithilfe verpflichtet ist."

Quelle: Wirtschaftswoche Nr. 012 vom 11.03.2004 Seite 086

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