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Yahoo muss Nazi-Auktionen für Franzosen sperren

Ein französisches Gericht hat am Montag den amerikanischen Internet-Anbieter Yahoo angewiesen, französischen Nutzern den Zugang zu Auktionen von Nazi-Memorabilien zu sperren.

rtr PARIS. Ein französisches Gericht hat am Montag den amerikanischen Internet-Anbieter Yahoo angewiesen, französischen Nutzern den Zugang zu Auktionen von Nazi-Memorabilien zu sperren. Richter Jean-Jacques Gomez bestätigte mit dieser Entscheidung ein Urteil, das er im Mai gefällt hatte. Yahoo muss nun sicherstellen, dass Franzosen auf diejenigen Teile der US-Website des Konzerns nicht mehr zugreifen können, auf denen Nazi-Bücher, Dolche, Abzeichen und Uniformen versteigert werden. Gomez gab Yahoo eine Frist von drei Monaten, um das Urteil umzusetzen. Andernfalls werden Geldstrafen fällig.

Die Auktionen finden nicht auf der französischen Website "www.yahoo.fr" statt, sondern auf der amerikanischen "www.yahoo.com". Nutzer können aber mit einem Klick von der französischen auf die amerikanische Internet-Site gelangen. Yahoo hatte in dem Prozess vorgetragen, dass "www.yahoo.com" nur dem US-Recht unterläge, das solche Auktionen erlaubt. Das Unternehmen hatte ebenfalls gesagt, es gebe keine sichere Methode, französische Internet-Surfer zu identifizieren.

Die Kläger, anti-rassistische und jüdische Organisationen in Frankreich, hatten im Prozess gesagt, Yahoo müsse das französische Recht respektieren, welches das Angebot und den Verkauf von Objekten untersagt, die den Rassenhass anstacheln können.

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