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Yahoo schränkt Handel mit Nazi-Gegenständen ein

Um den Handel mit Gegenständen wie den Druck eines von Adolf Hitler gemalten Aquarells zu unterbinden, werde ein neues Überwachungsprogramm eingeführt, teilte die Firma in Palo Alto mit.

Reuters PALO ALTO. Das Online-Unternehmen Yahoo will nach eigenen Angaben die Versteigerung von NS-Devotionalien auf seiner US-Website nur noch eingeschränkt zulassen. Um den Handel mit Gegenständen wie den Druck eines von Adolf Hitler gemalten Aquarells zu unterbinden, werde ein neues Überwachungsprogramm eingeführt, teilte die Firma in Palo Alto mit. Die Einschränkungen beträfen auch andere Gegenstände, die mit Gruppen in Verbindung stehen, die Hass und Gewalt fördern oder verherrlichen. Yahoo nannte ausdrücklich Nazi-Militärandenken und Memorabilien der Rassistengruppe Klu Klux Klan. Trotz Überwachung werde es jedoch weiterhin eine Grauzone geben, sagte ein Sprecher.

Yahoo vertrat bei Auktionen auf seiner US-Website nach eigenen Angaben bislang eine Firmenpolitik, die das Angebot und den Verkauf von Objekten untersagt, die Rassenhass oder Gewalt anstacheln könnten. Nazi-Flaggen, Kriegsorden oder andere Objekte, die nach Angaben der Firma einen historischen Wert haben könnten, waren bislang nicht betroffen. So waren ein T-Shirt mit einem Hakenkreuz, ein Rekrutierungs-Plakat der SS und der Druck des Bildes von Hitler erlaubt worden. Auf den regionalen Yahoo-Sites in Frankreich und Deutschland ist der Handel mit NS-Memorabilien wegen nationaler Verbote dagegen untersagt.

Ein Pariser Gericht hatte Yahoo! Mitte November angewiesen, französischen Nutzern der US-Website den Zugang zu NS-Memorabilien zu sperren. Nach US-Recht waren diese Auktionen legal.

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