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Yahoos Mann im Krisengebiet

Heute hat ein besonderes Experiment in Sachen Multimediajournalismus begonnen - ausgerechnet beim neuen Menschrechtsler-Feindbild Yahoo. Konsistenz ist eine besondere Tugend in der Unternehmenskommunikation.

Heute hat ein besonderes Experiment in Sachen Multimediajournalismus begonnen - ausgerechnet beim neuen Menschrechtsler-Feindbild Yahoo.

Konsistenz ist eine besondere Tugend in der Unternehmenskommunikation. "Nicht mit zwei (oder mehr) Zungen sprechen" ist eine der obersten Tugenden, die Berater ihren Klienten einbläuen.

Hilft aber oft genug nicht. Yahoo, zum Beispiel, hatte es sich so schön ausgemalt: Man engagiert einen weltbekannten Krisenreporter, stattet ihn technisch üppig aus, und schickt ihn ein Jahr lang zu den Konfliktherden quer über den Globus.

Wäre gut gekommen für das Image. Bis dann Yahoo China der örtlichen Regierung half, einen regimekritischen Journalisten zu schnappen. Einerseits aufdecken wollen, andererseits einen Aufdecker aufdecken - ein PR-Desaster vor dem Start eines trotzdem bemerkenswerten Projek tes.

Denn Kevin Sites, der erste Auslandskorrespondent von Yahoo, ist in der Tat einer der bekanntesten Kriegsreporter der Welt. Er soll nicht nur schreiben, sondern auch Audio-Dateien sprechen und Videofilme drehen - womit er sich vielleicht als erster angestellter Multimedia-Reporter der Welt bezeichnen darf.

Heute begann "Hot Zone", ein Projekt, dass Maßstäbe setzen könnte - trotz der Vorgänge in China.

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