"Yasmin" treibt Schering nach oben
Deutsche Aktien schwächer

Die Liste der Kursverlierer führte die Aktie von Infineon an, die 4,64 % auf 44,20 Euro verlor. Auch die Aktien von Metro setzten ihre Talfahrt fort und verbilligten sich um 2,77 % auf 45,20 Euro.

dpa FRANKFURT/MAIN. Einen Tag vor der Sitzung der US- Notenbank an diesem Dienstag haben sich die deutschen Aktien insgesamt verbilligt. Die Anleger hätten sich zurück gehalten, sagte am Montag ein Händler einer Münchner Bank, weil die Aktienkurse in den USA nach einer neuerlichen Zinssenkung stärker steigen sollten als in Deutschland.

Im Abendhandel gab der Dax um 1,27 % auf 6 062 Zähler ab, während die 70 Werte des MDax um 0,2 % auf 4 596 Zähler nachgaben. Besonders die Kursverluste an der Nasdaq ließen die Werte des Nemax 50 um 5,08 % auf 1 708 Stellen stürzen. Während der Composite Index der elektronische Handelsbörse in den USA um 1,67 % auf 2 072 Zähler sank, zeigte sich der Dow Jones knapp behauptet bei 10 817 Punkten und damit 0,04 % leichter als am Freitagabend.

Der Berliner Pharmakonzern Schering sah seine Aktie an die Spitze des Dax schießen, nachdem die US-Behörden die Anti-Baby-Pille "Yasmin" die Zulassung für den amerikanischen Markt erteilt hatten. In Deutschland schoss die Aktie um 4,44 % auf 59,55 Euro.

Zu den wenigen Gewinnern im Dax gehörten auch Preussag, die nach einer Empfehlung des US-Investmenthaus Lehman Brothers um 1,20 % auf 37,80 Euro zulegten.

Die Liste der Kursverlierer führte die Aktie der Siemens - Halbleitertochter Infineon an, die 4,64 % auf 44,20 Euro verlor. "Infineon will die Bindung an das Mutterunternehmen Siemens reduzieren", sagte ein Händler der Bayerischen Landesbank. Sollte sich der Münchner Technologiekonzern tatsächlich von einem größeren Aktienpaket trennen, würde die Aktie noch stärker unter Druck geraten.

Die Aktien des größten deutschen Handelskonzerns Metro setzten ihre Talfahrt fort und verbilligten sich um 2,77 % auf 45,20 Euro. "Mehrere Investmenthäuser haben die Aktie herabgestuft", erklärte Aktienhändler René Gorodsinsky von der Baden- Württembergischen Bank. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat zudem die Metro-Aktien auf "Underperformer" herunter gestuft, weil der Konzern nur einen verhaltenen Ausblick auf das laufende Jahr gegeben habe.

Spekulationen über eine baldige Einigung der Lufthansa mit der Pilotenvereinigung Cockpit hat den Aktienkurs die anfänglichen Verluste ausgleichen lassen. 0,05 % leichter notierte der Kurs wieder bei 21,80 Euro. Wenn ein eintägiger Streik der Fluggesellschaft Ausfälle von über 20 Mill. Euro beschere, sei ein schneller Tarifabschluss im Sinne der Piloten für das Unternehmen weniger kostenträchtig, als weitere Arbeitsniederlegungen, sagte ein Münchner Händler.

Der Rentenmarkt zeigte sich leichter. Der Bund-Future verlor 0,35 % auf 106,45 Zähler. Rentenindex Rex büßte ebenfalls 0,32 % auf 111,74 Punkte ein. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 4,99 % (Freitag: 4,87) fest.

Der Euro gab im Tagesverlauf bis auf 0,8747 $ nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,8745 (Freitag: 0,8773) $ fest. Der $ kostete damit 2,2365 (2,2294) DM.

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