Yen-Stärke bremst Japaner aus
BMW-Motorräder bleiben auf Rekordkurs

dpa MÜNCHEN. Der BMW -Konzern rechnet für 2000 mit einem Motorrad-Absatzrekord. Bis Ende Juli seien bereits 53 000 Zweiräder ausgeliefert worden, sagte BMW-Chef Joachim Milberg am Dienstag, einen Tag vor Eröffnung der 2. Internationalen Motorrad- und Rollermesse Intermot 2000 (13. bis 17. September) in München. Im Gesamtjahr 1999 verkaufte der Konzern 65 000 Motorräder. Die Sparte erwirtschaftete so rund 1,5 Mrd. DM. Seinen Marktanteil in Deutschland baute BMW im bisherigen Jahresverlauf zu Lasten der dominierenden Japaner aus.

Ein neues Modell soll dabei dafür sorgen, dass die BMW-Motorräder auch in Zukunft in der Erfolgsspur bleiben. Die neue R 1150 R werde erstmals auf der Intermot vorgestellt und solle im kommenden Frühjahr in den Handel kommen, sagte der Leiter BMW-Motorrad, Marco von Maltzan. Das Vorgängermodell des maximal 85 PS starken, rund 240 Kilogramm schweren Roadster-Modells wurde in den letzten sechs Jahren rund 50 000 Mal verkauft.

Auf dem deutschen Markt, nach den USA zweitgrößter der Welt, konnte BMW gegen den Branchentrend seinen Absatz in den ersten sieben Monaten 2000 steigern. Fast 20 000 Neuzulassungen bedeuteten einen Zuwachs von knapp zehn Prozent, sagte von Maltzan. Der Rückgang auf dem deutschen Motorradmarkt um 9,6 % sei fast ausschließlich zu Lasten der japanischen Hersteller gegangen, die zweistellige Minuszahlen aufwiesen. BMW habe seinen Marktanteil auf 13,8 % ausbauen und sich so in der Bundesrepublik vom fünften auf den vierten Platz verbessern können.

Der deutschen Markt wurde im ersten Halbjahr Angaben des Industrie-Verband Motorrad zufolge von Yamaha (20,6 %) angeführt, dicht gefolgt von Honda (19,4 %) und Suzuki (18,5 %). Kawasaki mit seinen elf Prozent Marktanteil wurde von BMW auf den fünften Platz verwiesen. Schwierigkeiten machen den Anbietern aus Fernost übereinstimmenden Angaben des Spitzentrios zufolge vor allem der Höhenflug des Yen und der schwache Euro.

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