Yen-Stärke führt nur in Europa zu roten Zahlen
Toyota übertrifft alle Erwartungen

Toyota sprengt alle Rekorde: Der größte japanische Automobilhersteller meldete am Mittwoch für das Geschäftsjahr 2000/01 (31. März) einen Betriebsgewinn von 870 Mrd. Yen (knapp 16 Mrd. DM) - ein Wert, den zuvor noch nie ein japanisches Unternehmen erreicht hat.

Reuters/ga TOKIO. Ein starkes internationales Geschäft sowie deutliche Kostensenkungen haben dem weltweit drittgrößten Automobilkonzern diese Rekordzahlen beschert. Die Aussichten für das laufende Jahr sind allerdings etwas getrübt: Auch die erfolgsverwöhnte Toyota Motor Corp. stellt sich auf ein schwächeres US-Geschäft ein. Die Marktentwicklung in Nordamerika mache Toyota Sorgen, betonte Vize-Präsident Tadaaki Jagawa.

Mit dem Ergebnis übertraf Toyota klar die Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit 834,6 Mrd. Yen gerechnet hatten. Auch das eigene Rekordergebnis von 1997/98 mit 818,1 Mrd. Yen wurde überholt. Zurückzuführen sei das positive Ergebnis auf gute inländische Verkäufe der Modelle Vitz und Estima sowie der sportlich ausgelegten Transportermodelle Sequoia und Highlander in den USA, sagte ein Toyota-Sprecher. Der Reingewinn des Konzerns sei um 15,8 % auf 471,3 Mrd. Yen geklettert. Beim Umsatz verbuchte die Toyota-Gruppe ein Plus von 4,2 % auf 13,42 Bill. Yen.

Im aktuellen Geschäftsjahr wolle Toyota im Inland 4 % mehr Fahrzeuge verkaufen, teilte der Automobilhersteller mit. Der weltweite Absatz der Toyota-Gruppe werde sich wahrscheinlich nur noch leicht auf 5,59 Mill. Fahrzeuge von 5,52 Mill. aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr erhöhen. Auslöser dafür sei vor allem die schwächere Absatzentwicklung in den USA.

Operativer Verlust in Europa

Für Europa, den Problembereich von Toyota, prognostizierte der Automobilhersteller einen unveränderten Absatz von 690 000 Fahrzeugen. Der operative Verlust in Europa ist im abgelaufenen Geschäftsjahr von 9 auf 23 Mrd. Yen angestiegen. Hauptursache dafür war der starke Yen. Toyota erwartet jetzt eine Entlastung auf der Währungsseite, da der Yen an Wert verloren hat. Toyota verstärkt außerdem seine Produktion in Westeuropa.

Analysten beurteilten die Entwicklung bei Japans führendem Automobilhersteller positiv. "Toyota hat sowohl in den USA als auch im Inland Marktanteile dazugewonnen", sagte Stephen Usher, Automobilanalyst bei J.P. Morgan Securities. Für das laufende Geschäftsjahr prognostizierten Analysten nochmals ein neues Rekordergebnis. Vor allem der derzeit schwache Yen mache die Toyota-Modelle wettbewerbsfähiger und stütze damit den Export. Auch der Toyota-Konzern rechnet in diesem Jahr noch einmal mit einer Steigerung der operativen Erträge.

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