Yen unter Druck
Schwache US-Konjunkturdaten helfen Euro

Ein US-Einkaufsmanagerindex unter den Erwartungen hat am Montag dem Euro aus dem Kurskeller geholfen. Am frühen Abend kostete die europäische Gemeinschaftswährung wieder rund 0,9930 Dollar, nachdem der Kurs vor der Veröffentlichung der Konjunkturdaten am Nachmittag bis auf 0,9864 Dollar gefallen war.

dpa FRANKFURT/M. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 0,9871 (Freitag: 0,9927) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 1,0131 (1,0074) Euro.

Der US-Einkaufsmanagerindex ISM deutet weiterhin auf eine Rezession an. Dies habe den Dollar belastet, sagte Michael Burkhardt, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen. Der wichtige Frühindikator war von 48,5 auf 49,2 Punkte geklettert. Erst ein Wert von über 50 Punkten deutet auf einen Aufschwung hin. Die Marktteilnehmer hätten mit einem Wert von deutlich über 50 Punkten gerechnet. Neben dem ISM-Index habe es kaum den Markt bewegende Nachrichten gegeben, sagte Burkhardt.

Interessanter sei die Kursbewegung des japanischen Yen gewesen, der zum US-Dollar deutlich gefallen ist. Der japanische Finanzminister Masajuro Shiokawa soll einem Pressebericht zufolge gesagt haben, dass der Yen deutlich überbewertet sei und der faire Kurs bei 150 bis 160 Yen je Dollar liege. Der Yen wurde laut WestLB seit 1990 nicht mehr auf einem so niedrigen Niveau gehandelt. Der Dollar stieg daraufhin von 122,5 Yen bis auf 124,5 Yen. Das Finanzministerium wollte die Aussagen von Shiokawa jedoch nicht bestätigen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6382 (0,6395) britische Pfund, 123,14 (121,56) japanische Yen und 1,4774 (1,4754) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 317,30 (319,05) Dollar notiert. Der Kilobarren kostete 10 280 Euro nach 10 310 Euro am Vortag.

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