Yen weiter unter Druck
Spekulation über baldige EZB-Zinssenkung stützt Euro

Reuters NEW YORK. Der Euro hat am Dienstag im frühen New Yorker Handel von wachsenden Spekulationen über eine baldige Zinssenkung in der Euro-Zone profitiert. Die Gemeinschaftswährung baute dabei ihre Gewinne auf Kurse nahe ihres bisherigen Tageshochs von 0,8870 US $ aus. Händlern zufolge kam dem Euro auch eine technische Erholung zu Gute, da der Markt die übertriebenen Einbußen der jüngsten Zeit offenbar korrigiere. Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) kommt am 11. April zu seiner nächsten Sitzung zusammen, um über die Leitzinsen zu entscheiden. Anders als die Notenbanken in den USA und Japan hat die EZB noch nicht auf die trüberen Konjunkturaussichten mit niedrigeren Leitzinsen reagiert.

Analysten und Volkswirte gehen überwiegend davon aus, dass die EZB die Zinsen im April, spätestens aber Anfang Mai senken wird. Allerdings sind sie sich uneins darüber, ob die Notenbank die Zinsen in einem Schritt um 50 Basispunkte oder bis zum Ende des ersten Halbjahres in zwei Schritten von jeweils 25 Basispunkten zurücknehmen wird.

Der Yen blieb unterdessen wegen der unsicheren wirtschaftlichen Aussichten Japans unter Druck. Händlern zufolge reicht die verbale Unterstützung der vergangenen Tage seitens der japanischen Regierung und Notenbank allenfalls aus, die Währung vor weiteren Einbußen zu bewahren. Ohne Interventionen der Notenbank am Devisenmarkt könne der Dollar sich zum Yen womöglich bis auf 135 oder 140 Yen verteuern.

Gegen 16.30 Uhr kostete der Euro 0,8857/62 US $ nach einer letzten Notiz am Vorabend von 0,8798/03 US $. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag in Frankfurt mit 0,8845 (0,8772) US $ ermittelt. Die US-Valuta kam mit 125,83/91 (126,65/70) Yen in den Markt und notierte gegen 16.30 Uhr mit 126,07/11 Yen.

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