Youngster Hambüchen mit starker Leistung
Deutsche Turner überraschen mit Rang Acht

Mit einem überraschenden achten Platz haben sich die deutschen Turner für das Finale bei den Spielen in Athen qualifiziert. Die Athleten widmeten den Erfolg ihrem schwer verünglückten Teamkollegen Ronny Ziesmer.

HB BERLIN. Die Freude bei den deutschen Turner war groß nach dem achten Platz in der Qualifikation für das Mannschafts-Finale. Doch die Gedanken der Athleten schweiften in Richtung Heimat, wo der schwer verletzte Teamkollege Ronny Ziesmer den Wettbewerb am Fernsehen verfolgt hatte. Ziesmar war gut vier Wochen vor dem Olympia-Start so unglücklich im Training verunglückt, dass der Cottbuser vom Kopf abwärts gelähmt bleiben wird. Per Internet gratulierte Ziesmer seinen Kollegen: «Sensationell, phänomenal! Das ging ganz tief ins Herz und kann unserer Sportart nur gut tun», übermittelte er aus der Heimat.

Nicht nur für Ziesmer erreichten die sechs Turner des Deutschen Turner-Bundes (DTB) das Finale in Athen überraschend und ließen endlich wieder einen Aufwärtstrend der deutschen Mannschaft in einem internationalen Wettbewerb erkennen. Bei den Damen gab es dagegen weniger Grund zur Freude. Lisa Brüggemann und Yvonne Musik vergaben mit durchwachsenen Leistungen im Qualifikations-Wettkampf schon frühzeitig nahezu alle Chancen auf die Teilnahme am Mehrkampf-Finale.

Mit einer schon länger nicht mehr demonstrierten Selbstsicherheit turnten die deutschen Athleten an den Geräten. Die Zahl der Fehler blieb diesmal überschaubar, und dem erst 16 Jahre alten Olympia-Debütanten Fabian Hambüchen gelang an diesem Abend in der mit 7000 Zuschauern gefüllten Olympiahalle der Sprung in die Weltklasse. Zusammen mit dem Hannoveraner Sergej Pfeifer steht der dreifache Junioren-Europameister aus im Mehrkampf-Finale der besten 24 Athleten. Zudem gehört Hambüchen zu den acht Endkampfteilnehmern am Reck.

«Das war der geilste Tag meines Lebens. Ich kann von Olympia gar nicht genug kriegen, am liebsten hätte ich hier jeden Tag einen Wettkampf», freute sich Hambüchen, der wegen Problemen mit seinen neuen Kontaktlinsen sicherheitshalber lieber seiner alten Sportbrille beim olympischen Debüt vertraut hatte.

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