Yudhoyono hatte vor Ausnahmezustand gewarnt
Indonesischer Präsident entlässt Sicherheitsminister

afp JAKARTA. Der umstrittene indonesische Präsident Abdurrahman Wahid hat seinen Sicherheitsminister entlassen. Der Präsident habe ihn gefeuert und durch Verkehrsminister Agum Gumelar ersetzt, erklärte der bisherige Sicherheitsminister Susilo Bambang Yudhoyono am Freitag in Jakarta. Yudhoyono hatte Wahid in den vergangenen Tagen offen davor gewarnt, den Ausnahmezustand zu verhängen, um seine Amtsenthebung zu verhindern. Verteidigungsminister Mohammed Mahfud kündigte unterdessen an, er werde zurücktreten, falls der Staatschef den Ausnahmezustand erklären sollte.

Wahid hatte zuvor wiederholt damit gedroht, den Ausnahmezustand zu erklären. In diesem Fall könnte er das Parlament auflösen und so seine Amtsenthebung verhindern. Die Beratende Volksversammlung als höchste gesetzgebende Institution des Landes will am 1. August über die Amtsenthebung des Staatschefs beraten. Das Parlament hatte am Mittwoch bei nur vier Gegenstimmen für eine Sondersitzung der Volksversammlung votiert. Wahid werden die Verwicklung in Finanzskandale und Unfähigkeit bei der Amtsführung vorgeworfen.

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