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Yukos-Konzern fürchtet Bankrott bei Zwangsverkauf von FörderbetriebDPA-Datum: 2004-07-22 11:37:15

(dpa-AFX) Moskau - Der zu Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe verurteilte russische Ölkonzern Yukos < Yusa.MUN > rechnet bei einem Zwangsverkauf seines wichtigsten Förderbetriebs mit dem baldigen Bankrott des Gesamtunternehmens. Sollten geplante Kreditaufnahmen scheitern und der Staat wie angekündigt den Förderbetrieb Juganskneftegas verkaufen, müsse man Insolvenz anmelden, teilte die Konzernführung am Donnerstag in Moskau mit. Bereits eine Verringerung des Ölexports durch Yukos werde nach Angaben der Konzernführung Auswirkungen auf den Weltmarkt haben.

(dpa-AFX) Moskau - Der zu Steuernachzahlungen in Milliardenhöhe verurteilte russische Ölkonzern Yukos < Yusa.MUN > rechnet bei einem Zwangsverkauf seines wichtigsten Förderbetriebs mit dem baldigen Bankrott des Gesamtunternehmens. Sollten geplante Kreditaufnahmen scheitern und der Staat wie angekündigt den Förderbetrieb Juganskneftegas verkaufen, müsse man Insolvenz anmelden, teilte die Konzernführung am Donnerstag in Moskau mit. Bereits eine Verringerung des Ölexports durch Yukos werde nach Angaben der Konzernführung Auswirkungen auf den Weltmarkt haben.

"Wenn Yukos seine Fördermengen reduzieren muss, bekommt das der Weltmarkt zu spüren. Wir exportieren 75 Prozent unser Fördermenge als Erdöl und Erdölprodukte", sagte der Vorstandsvorsitzende Steven Theede in Moskau. Die Börse reagierte mit weiteren deutlichen Abschlägen auf die Yukos-Mitteilungen. Die Yukos-Werte gaben im RTS-Interfax-Index im Tagesverlauf knapp 12 Prozent auf 5,30 Dollar ab. Die russische Justiz hatte am Dienstag angekündigt, den wichtigsten Förderbetrieb von Yukos, Juganskneftegas, zur Tilgung der Yukos-Steuerschuld in Höhe von 2,8 Milliarden Euro zu verkaufen.

Unabhängig von Zwangsverkäufen des Yukos-Vermögens gerät des operative Geschäft des größten russischen Erdölexporteurs in Gefahr. Nach Einschätzung von Finanzexperten kann das Unternehmen in einigen Wochen seine laufenden Kosten für Förderung und Transport nicht mehr zahlen, da die Geschäftsführung keinen Zugriff mehr hat auf die Geschäftskonten. Die laufenden Ausgaben betragen nach Yukos-Angaben monatlich knapp 1,4 Milliarden Euro.

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