Z1010 soll zweite Hälfte des Jahres in den Handel
Sony Ericsson stellt eigenes UMTS-Handy vor

Der Handy-Hersteller Sony Ericsson hat am Montag auf einer Branchenmesse in Cannes sein erstes UMTS-fähiges Mobiltelefon der Öffentlichkeit vorgestellt. Zugleich rechnet das schwedisch-japanische Gemeinschaftsunternehmen in diesem Jahr mit einem Rückgang der durchschnittlichen Verkaufspreise um mehr als zehn Prozent.

Reuters CANNES. Das im vergangenen Jahr von Sony und Ericsson zur Produktion von Mobiltelefonen gegründete Gemeinschaftsunternehmen ist nach dem US-Hersteller Motorola und Marktführer Nokia der dritte Hersteller, der ein UMTS-Gerät vorstellt. Das UMTS-fähige Mobiltelefon Z1010 von Sony Ericsson ist dabei mit einer Digitalkamera ausgerüstet, die das Schießen von Fotos, die Aufnahme von Videosequenzen und Video-Telefonie mit Gesprächspartnern ermöglichen sollen. Bilder und Filme können den Angaben zufolge über das Handy übertragen und empfangen werden. Die vor der Markteinführung stehende UMTS-Technik ermöglicht eine gegenüber dem derzeitigen GSM-Mobilfunkstandard schnellere Datenübertragungen, die vor allem für multimediale Anwendungen notwendig sind.

Das mit sechs Prozent des weltweiten Handy-Markt verlustreiche Unternehmen will trotz des erwarteten Preisdrucks seinen Marktanteil im laufenden Geschäftsjahr steigern. Nach dem Ende der Boomphase wächst der weltweite Markt nur noch geringfügig und ist von einem starken Verdrängungswettbewerb der Hersteller gekennzeichnet.

Der geschäftsführende Vizepräsident von Sony Ericsson, Jan Wareby, sagte der Nachrichtenagentur Reuters in Cannes, der weltweite Marktanteil des Unternehmens solle im laufenden Jahr auf sieben bis zehn Prozent steigen. Zuletzt hatte das Unternehmen Marktanteile verloren. Zudem werde weiterhin das Erreichen der globalen Marktführerschaft im Jahr 2006 angestrebt. Derzeit rangieren Nokia mit 39 Prozent Marktanteil und Motorola mit 19 Prozent Marktanteil weit vor Sony Ericsson.

UMTS-Mobilfunkdiensten sollen in mehreren europäischen Ländern noch in diesem Jahr eingeführt werden. Der Marktstart wird jedoch unter anderem wegen noch nicht ausgereifter Übertragungstechnik und mangelnder Verfügbarkeit von marktfähigen Handys zunächst nur schleppend verlaufen. Bei den von Nokia und Motorola bereits im vergangenen Jahr vorgestellten UMTS-Handys handelt es sich noch um Prototypen. Sony Ericsson machte zunächst keine Angaben über den möglichen Verkaufsstart seines UMTS-Mobiltelefons.

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