Z3-Nachfolger
Luxuriöser BMW-Roadster Z4 kommt im Herbst

Mit dem Nachfolger des betagten Sport-Zweisitzers Z3, dem Z4, rollt im Herbst dieses Jahres offensichtlich ein weiterer stilistischer Problemfall auf den Markt. Er dürfte die Fan-Gemeinde erneut auf eine harte Probe stellen.

HB MÜNCHEN. Es bleibt die bange Frage: Ist BMW mit seiner neuen Designsprache auf dem richtigen Weg? Noch nehmen die Absatzzahlen zu. In den Vereinigten Staaten erfreut sich das klobige 7er-Modell großer Beliebtheit. Mit dem Nachfolger des betagten Sport-Zweisitzers Z3, dem Z4, rollt im Herbst dieses Jahres offensichtlich ein weiterer stilistischer Problemfall auf den Markt. Er dürfte die Fan-Gemeinde erneut auf eine harte Probe stellen.

Konvexe und konkave Linien, ein Buckel auf dem Heckdeckel - das ist ziemlich gewöhnungsbedürftig. Die Sportlichkeit dominiert auch beim Z4: Zweisitzig, mit Stoffkapuze und voluminösen Radhäusern, in denen breite Räder Platz finden, all das spricht eine deutliche Sprache hinsichtlich der zu erwartenden Fahrdynamik. Auch muss man dem Z4 bescheinigen, dass er - Designkritik hin oder her - spannungsgeladener auftritt als sein etwas zu braver Vorgänger. Das bisherige Modell sieht man - wahrscheinlich vor allem deshalb - vorrangig in Frauenhand. Der Z4 ist dagegen in seinem Anspruch maskuliner, bedingt auch durch sein Wachstum von jeweils 10 cm in Länge und Radstand.

Damit rückt der Z4 eindeutig ab von der Roadster-Einstiegsklasse Mazda MX-5, Fiat Barchetta und MG TF hin zu den teureren Prestigeobjekten wie etwa dem Porsche Boxster oder den stärkeren Exemplaren des Mercedes SLK und Audi TT.

Hinzu kommt die Tatsache, dass es den Z4 (Vorstellung auf dem Pariser Automobilsalon im Oktober) sogar in der Einstiegsversion ausschließlich mit Sechszylindermotoren geben wird. Zu Beginn stehen ein 2,5-Liter mit 192 PS und ein 3-Liter mit 231 PS zur Verfügung. Später gesellen sich M-Varianten mit bis zu 350 PS hinzu. Erstmals kommt in dem BMW Roadster ein Sechsgang-Schaltgetriebe zum Einsatz oder - wie gehabt - eine Fünfstufen-Automatik.

Der neue Z4 wird nicht nur sportlicher, sondern auch geräumiger und luxuriöser ausfallen. Ein elektrisch zu betätigendes Verdeck mit neuartigem Faltmechanismus findet nicht mehr unter einer umständlich zu montierenden Persenning platz, statt dessen wird ein Teil des mobilen Daches im zusammengefalteten Zustand zur Abdeckung.
All das führt zu höheren Preisen. Unter 35 000 Euro dürfte der neue BMW Z4 wohl kaum zu haben sein.
Quelle: Handelsblatt

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