Zabel zieht es nach Mallorca
Jan Ullrich: Keine Chance dem Winterspeck

Ullrich und Erik Zabel saßen beim traditionellen Saisonausklang des Teams Telekom in Rottach-Egern schon wieder auf gepackten Koffern. Die Zeit bis Weihnachten wollen beide mit ersten Trainingslagern für das nächste Jahr überbrücken.

sid ROTTACH-EGERN. Während es Sprinterstar Zabel nach Mallorca zieht, fliegt der Tour-Zweite Ullrich mit Heimtrainer Peter Becker nach Südafrika. "Keine Chance dem Winterspeck" lautet das Motto.

Am Fuße der Alpen hatten Ullrich und Zabel bereits die Höhepunkte 2002 vor Augen. Einen Tag nach seinem 28. Geburtstag kündigte der Merdinger den erneuten Angriff auf Lance Armstrong bei der Tour de France an. Zabels erklärtes Ziel ist neben dem siebten Grünen Trikot der WM-Titel im Oktober im belgischen Zolder: "Das Regenbogentrikot des Straßenweltmeisters ist doch neben dem Gelben bei der Tour das schönste, das es im Radsport gibt." Prominentester Zugang bei Telekom ist der Amerikaner Bobby Julich, Tour-Dritter 1998. Am Sonntag hatte sich das "Team 2002" den ersten Ergometer-Tests unterzogen. "Keiner der Jungs war schlechter als im letzten Jahr, viele sogar besser", sagte Teamarzt Dr. Lothar Heinrich. Auch bei Ullrich hatte sich "das Gläschen Geburtstagssekt nicht negativ bemerkbar gemacht".

Nach den Auswertungen der Tests wird die individuelle Vorbereitung für die Fahrer im Winter festgelegt. "Im Januar sehen wir uns wieder. Bis dahin müssen die Jungs ihre Hausaufgaben gemacht haben", meinte Heinrich. Ullrich geht mit großer Zuversicht in das kommende Jahr. "Ich bin jetzt in dem Alter, in dem Miguel Indurain seinen ersten von fünf Tour-Siegen feierte. Da habe ich noch einige Versuche, um meinen Erfolg von 1997 zu wiederholen", sagte der Merdinger am Tegernsee. Erik Zabel hat nur zwei Wochen Kurzurlaub in Unna hinter sich: "Unser Sohn Rik geht ja zur Schule, da konnten wir nicht weg." Erst Mitte November hatte er die Saison 2001 mit zwei Sixdays-Siegen in Dortmund und München ausklingen lassen, nun beginnt auf Mallorca bereits der Neuaufbau: "Ich bin nicht der Typ, der das Rad ruhig in die Ecke stellen kann."

Schon Mitte März will Zabel beim Frühjahres-Klassiker Mailand-San Remo möglichst seinen dritten Sieg in Serie feiern: "Aber ich setze mich nicht mehr selbst so unter Druck wie in früheren Jahren." Deshalb liebäugelt der 31-Jährige auch weiter mit einem Start beim Sechstagerennen Ende Januar in seiner alten Heimat Berlin.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%