Zabel zufrieden, Ullrich "kein volles Risiko gegangen"
1:0 für Armstrong

Fabian Cancellara hat den Prolog zur 91. Tour de France gewonnen. Der Schweizer gewann mit rund zwei Sekunden Vorsprung vor Lance Armstrong. Jan Ullrichs Ambitionen bekamen dagegen einen ersten Dämpfer.

HB LÜTTICH. Der Schweizer Fabian Cancellara hat den Prolog der 91. Tour de France gewonnen. Das Einzelzeitfahren über 6,1km in Lüttich entschied der Eidgenosse in 6:50,94 Minuten für sich. Rang zwei ging mit nur gut einer Sekunde Rückstand an Titelverteidiger Lance Armstrong (6:52,58) vor dem Spanier Jose Ivan Gutierrez (0:07 Minuten zurück). Der Vorjahres-Zweite Jan Ullrich (7:07,41) kam 15 Sekunden hinter Armstrong nur auf den 16. Platz.

"Gewinnen konnte ich sowieso nicht. Dafür ist es ganz gut gelaufen. Ich bin kein volles Risiko gefahren. Und 15 Sekunden sind halt nur einige Sekunden", sagte Ullrich nach der Fahrt über zwei riskante Kopfsteinpflaster-Passagen optimistisch. Bester Deutscher im 188-köpfigen Teilnehmerfeld aus 21 Nationen war Jens Voigt auf dem siebten Platz. Der Berliner aus den Reihen der dänischen CSC-Crew überzeugte in 7:01,42 Minuten. "Je näher wir an der Spitze sind, desto eher ist einer von uns im Gelben Trikot", meinte Voigt.

Zabel mit ordentlicher Zeit

Eine für seine Verhältnisse ordentliche Zeit legte Erik Zabel (Unna) vor. Der einzige Sprinter im T-Mobile-Team wurde in 7:16,15 Minuten gestoppt. "Auf dem kurzen Stück bin ich ans Limit gegangen, um nicht viel zu verlieren. Am Anfang hoffen die schnellen Leute natürlich auch einmal auf das Gelbe Trikot", sagte Zabel. Sein Teamkollege Rolf Aldag kam fast zeitgleich nach 7:16,93 Minuten an. "Am Wasser war es kompliziert. Erst kam der Wind von rechts, dann hinter den Häuserzeilen plötzlich von links", sagte der 35-jährige Beckumer, für den an der Maas seine zehnte Tour begann.

"Nicht berauschend, aber für mich normal", kommentierte der Wahl-Schweizer Matthias Kessler seine Zeit von 7:26,11 Minuten. Der wie Kessler in Kreuzlingen beheimatete deutsche Straßenmeister Andreas Klöden dagegen haderte mit seinen 7:09,52 Minuten: "Ich wollte fünf Sekunden schneller sein. Aber der Kurs war kraftraubend". Fast 20 Minuten trug Sebastian Lang vom Team Gerolsteiner das virtuelle Gelbe Trikot. Der Tour-Neuling startete als 13. Fahrer und stellte mit 7:13,94 Minuten eine vorläufige Bestzeit auf. "Es war ein schönes Gefühl, eine Zeit lang vorne zu stehen", sagte der Erfurter.

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