Zach-Jubiläum ohne Sieg
DEB-Team ärgert den Weltmeister

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat Jubilar Hans Zach keinen Sieg geschenkt, aber den Weltmeister ins Wanken gebracht und mit einer Klasse-Vorstellung die Vorrunde bei der Weltmeisterschaft in Finnland beendet.

HB/dpa HELSINKI. Im 100. Länderspiel des Bundestrainers zog sich die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) beim 1:3 (1:0, 0:2, 0:1) im Gruppen-Gipfel am Mittwoch in Helsinki gegen Titelverteidiger Slowakei achtbar aus der Affäre. "Die Mannschaft hat unglaublich gekämpft, alles aus sich herausgeholt und dem Weltmeister alles abverlangt", sagte der Tölzer nach der ersten Turnier-Niederlage.

Als Zweiter der Gruppe A und mit der Fahrkarte zur WM im kommenden Jahr in Prag und Ostrau erreichte die deutsche Mannschaft wie in den vergangenen zwei Jahren die zweite Runde und trifft dort im ersten Spiel am Samstag auf Österreich, das sich in der Gruppe D neben Finnland und Tschechien qualifizierte. "Die Partie gegen die Österreicher wird sehr schwer. Das ist eine junge und stabile Mannschaft", meinte Zach.

Zweiter Gegner ist am Sonntag (19.00) der zehnfache Champion Tschechien, der mit einem 2:1 (0:1, 1:0, 1:0) gegen die Gastgeber Erster in der Gruppe D wurde. Zum Abschluss der zweiten Runde geht es am Dienstag (19.00) gegen das "Suomi"-Team.

Zach konnte zwar nicht den 42. Sieg in seinem Jubiläumsspiel als Chefcoach feiern, aber seine Schützlinge knüpften vor 7594 Zuschauern in der Hartwall-Arena an die gute Leistung vom 3:1 gegen die Ukraine an und zeigten keinerlei Respekt vor den Dollar-Millionären aus der Slowakei, die ihr Geld in der nordamerikanischen Profiliga NHL verdienen. Trotz einer bravourösen Leistung reichte es nur zum Ehrentreffer durch den 31-jährigen Kapitän Jan Benda (19. Minute).

Die Slowakei nahm durch die Tore der NHL-Stars Zigmund Palffy (25.), Lubomir Visnovsky (30.) und Vladimir Orszagh (53.) erfolgreich Revanche für die 0:3-Niederlage bei den Olympischen Winterspielen in Salt Lake City und zieht als Gruppen-Erster in die Zwischenrunde ein, in der sie am Freitag im ersten Spiel auf Finnland trifft.

Das DEB-Team, wieder mit Robert Müller statt WM-Neuling Oliver Jonas im Tor, aber ohne die verletzten Boris Blank und Jochen Molling, bot dem Spielwitz des hohen Favoriten mit Kampfgeist und hohem Einsatz Paroli und zeigte im ersten Drittel eine auch spielerisch ansprechende Leistung. Die DEB-Auswahl ließ viele gute Möglichkeiten aus, ehe Benda mit seinem 29. Länderspieltor die Führung gelang.

Torwart Robert Müller, der die mit 13 NHL-Profis angetretenen Slowaken mit Glanzparaden zunächst verzweifeln ließ, hatte erst nach 25 Minuten das Nachsehen, als Sieben-Millionen-Dollar-Stürmer Palffy von den Los Angeles Kings eine Strafzeit von Andreas Renz nutzte und im Powerplay den Ausgleich für die Slowakei erzielte. Fünf Minuten später war Müller erneut machtlos, als Visnovsky den Titelverteidiger in Führung brachte.

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