Zach warnt: „Wir spielen gegen den Abstieg"
Hecht für DEB ein wertvoller Fang

Eine Woche vor Beginn der Eishockey-Weltmeisterschaft in Tschechien feierte Deutschlands Stürmerstar Jochen Hecht eine gelungene Rückkehr in die Nationalmannschaft. "Ich bin gesund, motiviert und will eine gute WM spielen", sagte der 26 Jahre alte Angreifer von den Buffalo Sabres nach dem 2:1-Testspielsieg am Donnerstagabend in der ausverkauften Eishalle in Ravensburg gegen Österreich. Nach dem Frust über die verpassten Playoffs in der NHL soll das WM-Turnier für Hecht zur "Seelenmassage" werden.

HB RAVENSBURG. Nach dem Ziel bei dem Turnier befragt, sprüht der deutsche Hoffnungsträger vor Zuversicht. Dreimal hintereinander erreichte die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft das Viertelfinale, da sei es ja nur logisch, "dass das wieder unser Ziel ist", sagte der gebürtige Mannheimer nach seinem ersten Einsatz für die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) seit Olympia 2002. Doch damit soll es nicht unbedingt getan sein. "Natürlich", fügte der 26-Jährige selbstbewusst an, "wollen wir noch besser werden. In der Mannschaft steckt viel Talent und Teamgeist. Ich bin recht positiv gestimmt."

Zu Saisonbeginn fehlte Hecht seinem Club wochenlang wegen eines Armbruchs, vor zwei Wochen verpasste er mit Buffalo nach einem spannenden Endspurt nur knapp die Playoffs in der nordamerikanischen Profiliga. Bei seiner Rückkehr in die Nationalmannschaft avancierte der Ex-Mannheimer auf Anhieb zum besten Spieler im deutschen Team.

"Nach über einer Woche Pause hat sich der Frust über die verpassten Playoffs mittlerweile gelegt, ich konzentriere mich jetzt voll und ganz auf die WM", sagte Hecht, der zuletzt 1998 in der Schweiz das Nationaltrikot bei einer Weltmeisterschaft getragen hatte. Sein Kurzgastspiel mit vier Einsätzen bei den Olympischen Winterspielen 2002 in Salt Lake City war eher unglücklich verlaufen.

Die Zuversicht des NHL-Profis von den Buffalo Sabres, der gegen Österreich Ravensburg ein gutes Comeback im DEB-Team gab, mag der Bundestrainer eine Woche vor Beginn der WM in Tschechien (24. April bis 9. Mai) allerdings nicht teilen. "Man hat wieder gesehen, dass unser oberstes Ziel nur der Klassenerhalt sein kann", sagte Hans Zach nach der Partie nachdenklich und verwies auf die nicht gerade einfache Vorrundengruppe der Deutschen. "In Deutschland sagt man zu so etwas Hammergruppe", bemerkte der Bundestrainer. Aufsteiger Kasachstan (24. April), Lettland (26. April) und Gastgeber Tschechien (28. April) sind die Gegner in der Vorrundengruppe A, "und die haben alle mehr NHL-Profis und bessere Spieler als wir", betonte der 55-Jährige.

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