Zach: „Zäher Start“: Zittersieg zum WM-Start

Zach: „Zäher Start“
Zittersieg zum WM-Start

Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft hat ihre Weltmeisterschafts-Pflicht mit Ach und Krach erfüllt und den Klassenverbleib fast schon in der Tasche. Im ersten Vorrundenspiel der 67. Weltmeisterschaft in Finnland besiegten die Schützlinge von Bundestrainer Hans Zach am Sonntag in Helsinki Japan knapp mit 5:4 (4:2, 0:0, 1:2) und ebneten sich mit dem 150. WM-Sieg den Weg in die Zwischenrunde mit den besten zwölf Mannschaften.

HB/dpa HELSINKI. Zach atmete nach dem Zittersieg tief durch. "Hauptsache, gewonnen. Aller Anfang ist schwer, das war schon ein zäher Start", sagte der 54-jährige Tölzer.

Ein überragender Torwart Robert Müller, der im Schlussdrittel mit einigen Glanzparaden den Sieg rettete, sowie die Torschützen Andreas Morczinietz, Sven Felski (2), Tino Boos und Boris Blank machten vor 10 153 Zuschauern in der Hartwall-Arena den Jubiläumssieg der deutschen Mannschaft perfekt, die im zweiten Spiel der Gruppe A am Dienstag (15.00 Uhr/Premiere live) auf den vorjährigen WM-Neunten aus der Ukraine trifft. "Ich hoffe auf einen Lernprozess. Jetzt wissen alle, dass es nicht so einfach geht", meinte Zach. Und: "Wir müssen hart arbeiten, damit wir im nächsten Spiel als Einheit auftreten, und die leichtfertigen Fehler in der Defensive abstellen."

Mit gutem Einsatz, aber ohne jeden spielerischen Glanz und mit großen Problemen in der Abwehr wurde die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei der Pflichtaufgabe der ungewohnten Favoritenrolle nicht gerecht. Allerdings war der zweitklassige Gegner aus Fernost, der seit seinem WM-Einstand 1998 in der Schweiz noch kein Spiel gewonnen hat und wegen einer Sonderregel noch bis 2005 in der A-Gruppe spielt, der von Zach befürchtete "schwere Gegner, der um seinen Leben kämpft und wie die Ameisen arbeitet."

Vor rund 500 deutschen Fans erwischte das DEB-Team um den neuen Kapitän Jan Benda, der sein 125. Länderspiel bestritt, einen Start nach Maß, als Morczinietz nach 46 Sekunden das Führungstor erzielte. Nach den weiteren Toren durch Felski (5.) und Boos (9.) ließ die deutsche Mannschaft nach und leistete sich in der Defensive böse Aussetzer, die von Daisuke Obara (11.) und Kengo Ito (18.) bestraft wurden. Kurz vor der Pausensirene erhöhte Blank (20.) auf 4:2.

Im zweiten Drittel bemühte sich die enttäuschende DEB-Auswahl zwar um eine Ergebnis-Verbesserung, doch keiner der 16 Schüsse auf Japans starken Keeper Igor Nihei war erfolgreich. Die immer frecher werdenden Asiaten kamen noch zum Anschlusstreffer durch Masatoshi Ito (48.), ehe Felski mit seinem zweiten Treffer seine Mannschaft erlöste. Chris Yules Treffer (60.) Sekunden vor Schluss kam zu spät.

Im WM-Eröffnungsspiel am Samstag in Tampere sorgte Neuling Dänemark für die erste große Sensation. Der krasse Außenseiter, der erstmals seit 54 Jahren wieder in der A-Gruppe spielt, deklassierte den zweifachen Olympiasieger aus den USA mit 5:2 und feierte den größten Erfolg in der dänischen Eishockey-Geschichte. Die Schweizer folgten am Sonntag dem dänischen Beispiel und besiegelten mit dem überraschenden 1:0 (1:0, 0:0, 1:0) das WM-Fiasko der Amerikaner, die in die Abstiegsrunde müssen.

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