Zahl der Ermordeten steigt auf 94
Erneut sechs Todesopfer in Israel

dpa TEL AVIV. Bei den seit zwölf Tagen andauernden Unruhen in Israel und den Palästinensergebieten sind seit Sonntagabend erneut sechs Menschen ermordet worden. Damit ist die Zahl der Toten seit Ausbruch der Unruhen am 28. September auf 94 gestiegen. 89 der Todesopfer waren Araber.

Am Montag starben in der nordisraelischen Stadt Nazareth zwei Menschen. Es wurde befürchtet, dass es bei der Beerdigung der beiden Toten am Nachmittag zu erneuten Ausschreitungen kommen wird. Seit der Verkündung des Ultimatums von Israels Ministerpräsident Ehud Barak an die Palästinenser war die Zahl der blutigen Ausschreitungen vor allem in den Palästinensergebieten spürbar zurückgegangen.

In Umm el Fafa bei Ramallah im Westjordanland wurde am Montag ein ermordeter Palästinenser gefunden, der seit Sonntag vermisst wurde. Zwei Palästinenser, die bei Ausschreitungen in der vergangenen Woche schwer verletzt wurden, starben in der Nacht in Krankenhäusern. Zuvor war die Leiche des seit Freitag vermissten jüdischen Siedlers Hillel Liebermann gefunden worden. Unbekannte palästinensische Extremisten hatten sich bereits am Samstag zu seiner Entführung und Ermordung bekannt.

Der russische Außenminister Igor Iwanow, der sich in die Bemühungen um eine Beruhigung der Lage im Nahen Osten eingeschaltet hat, führte am Vormittag Gespräche mit der syrischen und libanesischen Führung. Er will am Abend auf mit Palästinenserchef Jassir Arafat zusammentreffen. Uno-Generalsekretär Kofi Annan ist ebenfalls auf dem Weg in die Konfliktregion.

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