Zahl der Geschäftsfelder wird verringert
Hypo-Vereinsbank will mit schlanker Struktur Kosten senken

Die tief in die Verlustzone geratene Hypo-Vereinsbank strafft die Konzernzentrale. Wie aus einem internen Papier des Vorstands der Bank hervorgeht, wurden jetzt neue Bereichsvorstände im Zuge der Verringerung von fünf auf drei Geschäftsfelder berufen.

mwb MÜNCHEN. Der gesamte gewerbliche Immobilienbereich wird wie angekündigt ausgegliedert und entfällt künftig als Geschäftsfeld der Hypo-Vereinsbank. Die Vermögensverwaltung für wohlhabende Privatkunden (Wealth Management) wird als eigenständiges Geschäftsfeld aufgelöst und dem von Konzernvorstand Stefan Jentzsch geführten Geschäftsfeld Deutschland angegliedert.

Gleichzeitig verringert sich die Zahl der Bereichsvorstände unter Jentzsch von sechs auf vier. In dem von Konzernvorstand Stephan Bub geführten zweiten Geschäftsfeld Corporates & Markets verringert sich die Zahl der Bereichsvorstände von fünf auf drei. Unverändert bleibt dagegen das von Gerhard Randa geführte Geschäftsfeld Österreich und Osteuropa mit der profitabel arbeitenden Bank Austria. Randa übernimmt zudem die neu geschaffene Funktion eines Chief Operating Officers.

Insgesamt beruft die Bank acht neue Bereichsvorstände - die Ebene direkt unter dem Konzernvorstand. Eine besonders wichtige Funktion übernimmt der von der Deutschen Bank gekommene Burkhardt Pauluhn, der als Chef-Controller sowohl an Konzernchef Dieter Rampl als auch an Finanzchef Wolfgang Sprißler über den Stand des Sparkurses berichtet. Zur Task Force, die die Straffung der Konzernzentrale vorantreiben soll, gehören neben Finanzchef Wolfgang Sprißler und Gerhard Randa auch der neue Bereichsleiter für Personalentwicklung Heinz Laber.

Alle Investitions- und Kostenbudgets stehen auf dem Prüfstand, heißt es in dem Papier. Bankchef Rampl macht Dampf: Bis Mitte April soll der Prozess beendet sein. "Eine generelle Neubesetzung der zweiten und dritten Ebene" sei aber nicht vorgesehen, teilt der Konzernvorstand mit.

Einmal im Monat müssen die Bereichsvorstände künftig in erweiterten Vorstandssitzungen der Konzernspitze berichten. Rampl erwartet sich davon eine effizientere und flexiblere Managementsteuerung und stärkere Fokussierung auf das operative Geschäft. Zweimal im Jahr wird künftig die Strategie im erweiterten Kreis des Top-Managements diskutiert. Die Hypo-Vereinsbank war 2002 erstmals mit einem Verlust von 858 Mill. Euro in die roten Zahlen geraten.

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