Zahl der Kontrollen wird deutlich erhöht
Jagd auf Doping-Sünder ist eröffnet

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat im Kampf gegen Doping einen weiteren Gang nach oben geschaltet. Erstmals dürfen alle der etwa 10 500 für die bevorstehenden Sommerspiele angemeldeten Sportler bereits im Vorfeld der Eröffnung der Olympischen Spiele weltweit an jedem Ort auf unerlaubte Substanzen getestet werden.

HB ATHEN. Mit der Eröffnung des Olympischen Dorfes in Athen fiel der Startschuss für die Kontrollen - die bisher größte Aktion des IOC im Kampf gegen unsauberen Sport. Bisher sind diese Tests bei Olympischen Spielen lediglich mit Eröffnung des Olympischen Dorfes vor Ort vorgenommen worden.

Das IOC hat den Zeitraum der Tests mit dem "Zeitraum der Olympischen Spiele" vom 30. Juli bis 29. August 2004 definiert. In einem von IOC-Generalsekretär Urs Lacotte an alle 202 Nationalen Olympischen Komitees (NOK) gerichteten Schreiben heißt es, dass in dieser Zeit "alle Athleten zu jeder Zeit und an jedem Ort ohne Vorwarnung Ziel einer Dopingkontrolle sein können". Die Welt-Anti- Doping-Agentur (WADA) und die ihr angeschlossenen Nationalen Agenturen wurden beauftragt, Dopingkontrollen auch außerhalb Griechenlands und an den nicht-olympischen Standorten innerhalb Griechenlands durchzuführen.

Verstöße in diesem Zeitraum fallen unter das Sanktionsrecht des IOC. Die Athleten hatten die vom IOC erweiterten Anti-Doping- Bestimmungen bei ihrer Anmeldung über das NOK schriftlich bestätigen müssen. Dabei geht es auch um die Anerkennung des Internationalen Sportgerichtshofs (CAS), dessen Adhoc-Kammer in Athen innerhalb von 24 Stunden als Berufungsinstanz gegen eine IOC-Sanktion angerufen werden kann.

Die Leiter der Teilmannschaften des deutschen Teams sind bei drei Informationsveranstaltungen über die aktuellen Anti-Doping- Bestimmungen informiert worden. Dazu hat es auch ein Vorbereitungsseminar unter Beteiligung der Nationalen Anti-Doping- Agentur (NADA), dem Chefarzt des deutschen Teams, Prof. Dr. Wilfried Kindermann, und den Verantwortlichen von NOK und DSB gegeben.

Das IOC will die Zahl der Wettkampf- und Trainingskontrollen gegenüber den Spielen 2000 um bis zu 30 % erhöhen. In Sydney waren unter der IOC-Hoheit 1946 Wettkampf- und 404 Trainingstests durchgeführt worden. Bei Trainingskontrollen waren damals zwei Leichtathleten positiv getestet worden.

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