Zahl der Mitarbeiter soll steigen: Roland Berger setzt auf Expansion im Ausland

Zahl der Mitarbeiter soll steigen
Roland Berger setzt auf Expansion im Ausland

Die Unternehmensberatung Roland Berger will Umsatz und Gewinn auch in diesem Jahr durch eine weitere Expansion im Ausland steigern. "Besonders in Asien und den USA rechnen wir mit einem weiterhin starken Wachstum", sagte der scheidende Firmenchef Roland Berger in München.

HB/dpa MÜNCHEN. Auch nach dem Wechsel an der Unternehmensspitze im Sommer werde die Beratungsgesellschaft ihren Erfolgskurs fortsetzen. "Das neue Team ist sehr stark." Der 65- jährige Berger wechselt nach mehr als drei Jahrzehnten an der Unternehmensspitze in den Aufsichtsrat und übergibt seinen Chefposten an den 44-jährigen Burkhard Schwenker.

Im vergangenen Jahr hat die Unternehmensberatung die selbst gesteckten Ziele nach Angaben von Berger erreicht. Der Umsatz sei nach vorläufigen Berechnungen um rund sieben Prozent auf 540 Mill. ? gesteigert worden. Der Gewinn vor Steuern kletterte um rund 14 % auf 80 Mill. ?. Damit fiel das Gewinnwachstum allerdings etwas geringer aus als noch im Vorjahr. "Auch wir sind von der Konjunkturschwäche nicht ganz verschont geblieben", sagte Berger. Sehr erfreulich habe sich allerdings vor allem das internationale Geschäft entwickelt. Auf dem hart umkämpften US-Markt schrieb die Beratungsgesellschaft erstmals schwarze Zahlen und wuchs um knapp 50 %. In Japan und China habe das Unternehmen sogar um über 50 % zugelegt.

Im laufenden Jahr will die Roland Berger Strategy Consultants die Zahl der Mitarbeiter überwiegend durch neue Arbeitsplätze im Ausland um 50 bis 100 auf 1750 bis 1800 Beschäftigte aufstocken. "Wir nutzen die Flaute am Arbeitsmarkt für die Suche nach exzellenten Talenten." Diese Bemühungen würden dadurch erleichtert, dass andere Unternehmensberatungen Stellen abgebaut und ihre Rekrutierung an den Top-Universitäten zurückgefahren hätten.

Auch in der wirtschaftlichen Flaute haben nach Worten von Roland Berger viele Unternehmen Beratungsbedarf. Dabei gehe es nicht mehr nur um Möglichkeiten zum Kostensparen. Wichtige Themen stellen zudem Finanzierungsstrategien und die Optimierung von IT-Strukturen dar. Ebenso seien Wachstumsstrategien wieder im Kommen, vor allem bei gut finanzierten Top-Unternehmen.

Der Zeitpunkt für den Generationswechsel an der Firmenspitze ist aus Sicht des Firmengründers ideal. "Wäre das neue Management im Hype der New Economy angetreten, würden sie heute für sinkende Wachstumsraten verantwortlich gemacht werden." So müsse sich die neue Spitze erst einmal in einem schwierigen Umfeld bewähren, könne schließlich aber auch die Ernte einfahren, wenn es wieder aufwärts gehe. Berger hat sich nach eigenen Angaben bereits zum großen Teil aus dem operativen Geschäft zurück gezogen. "Aber natürlich werde ich die neue Geschäftsführung auch als Aufsichtsratsvorsitzender beraten und begleiten."

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