Zahl der Mitarbeiter soll wieder zunehmen
Bosch hebt Umsatzprognose für 2000 an

Reuters FRANKFURT. Die Robert Bosch GmbH rechnet für das Jahr 2000 mit einem stärkeren Umsatzzuwachs als bisher erwartet. Firmenchef Hermann Scholl sagte anlässlich der Internationalen Automobil-Ausstellung Nutzfahrzeuge am Donnerstag in Frankfurt, der Umsatz dürfte voraussichtlich um 10 % auf 60 Mill. DM zunehmen. "Auch das Ergebnis wird etwas besser werden, aber keinen großen Schritt nach vorne tun." Bislang hatte Bosch einen Umsatzzuwachs um 7 % vorhergesagt. 1999 hatte Bosch ein leicht gesunkenes Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 1,7 Mill. DM erwirtschaftet und dieses Ertragsniveau als unbefriedigend bezeichnet.

Nach Angaben des Unternehmens entspricht der erwartete Umsatzzuwachs um 10 % auch dem internen Wachstum des Unternehmens. Der Verkauf von Bereichen der Kommunikationstechnik im Volumen von etwa vier Mill. DM gleiche sich durch die Neukonsolidierung des japanischen Autozulieferers Zexel aus. Scholl sagte, die Zahl der Mitarbeiter solle in diesem Jahr bereinigt um Neukonsolidierungen um 4,3 % auf gut 190 000 zunehmen. Auch im Inland sollten neue Stellen - insbesondere für Ingenieure und Softwarespezialisten - geschaffen werden.

Scholl sagte weiter, Bosch spüre durchaus eine allmähliche Abkühlung der Autokonjunktur in Europa und Nordamerika. Jedoch werde der Absatz des Unternehmens weiter durch starke Zuwächse bei neuen Erzeugnissen unterstützt. In der Nutzfahrzeugbranche dürfte nach Einschätzung des Bosch-Chefs der Anstieg der Kraftstoffpreise durchaus Spuren hinterlassen. "Wir rechnen deshalb für die nächste Zeit vor allem in Nordamerika und Westeuropa mit einer Abschwächung der Nachfrage", sagte er.

In einer längerfristigen Prognose richte sich Bosch jedoch auf ein weltweites Wachstum des Nutzfahrzeugmarktes um durchschnittlich 3 %jährlich bei schweren Nutzfahrzeugen ein. Wachstumschancen bei Nutzfahrzeugen gebe es vor allem auf Märkten außerhalb der hochentwickelten Volkswirtschaften wie in Osteuropa, Südostasien, China und Südamerika. Bei der Pkw-Nachfrage sehe er dagegen langfristig nur einen Zuwachs um 2 bis 2,5 % pro Jahr.

Scholl verwies auch auf die Fortschritte bei den Schadstoffemissionen im Straßenverkehr. Obwohl die Fahrleistung im vergangenen Jahrzehnt in Deutschland um 40 % gestiegen sei, habe der Schadstoffausstoß abgenommen. Für weitere Fortschritte sei auch die Mineralölindustrie gefragt. Sie sollte möglichst bald auch schwefelfreien Dieselkraftstoff bereitstellen, forderte Scholl. Denn bei neuen Abgasnormen dürften bei Dieselmotoren Abgasbehandlungen nötig werden, um diese zu erfüllen. Schwefel im Diesel beeinträchtige aber die Wirksamkeit von Diesel-Katalysatoren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%