Zahl der Mitarbeiter steigt weiter
Roland Berger wächst trotz Wirtschaftsflaute

Die Unternehmensberatung Roland Berger rechnet nach einem Umsatz- und Gewinnsprung im laufenden Jahr auch 2002 mit vollen Auftragsbüchern. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei die Nachfrage der Unternehmen besonders groß, sagte Firmenchef Roland Berger in einem dpa-Gespräch in München.

dpa MÜNCHEN. Dabei gehe es vor allem um die Anpassung an das geringere Wirtschaftswachstum. "Wir gestalten den Wandel." Weltweit solle die Zahl der Mitarbeiter wie bereits in diesem Jahr nochmals um 200 erhöht werden. Derzeit beschäftigt die größte europäische Unternehmensberatung rund 1 650 Mitarbeiter.

In diesem Jahr habe das Unternehmen erstmals die DM - Umsatzmilliarde erreicht. Nach vorläufigen Berechnungen sei der Umsatz der Roland Berger Strategy Consultants (München) um gut 18 % auf rund 512 Mill. Euro gestiegen. "Unser nächstes Ziel ist die Euro-Umsatzmilliarde", kündigte Roland Berger an. Auch der Gewinn vor Steuern und Prämien an die Gesellschafter sei im Jahr 2001 in ähnlicher Größenordnung gestiegen. Damit hat das Unternehmen seine eigenen Erwartungen übertroffen. Für das Jahr 2002 sind nach Worten von Berger ähnliche Zuwachsraten geplant.

Angesichts sinkender Gewinne suchen die Kunden laut Berger vor allem nach Möglichkeiten zur Kostensenkung, Produktivitätssteigerung und Kapazitätsanpassung. "Den Unternehmen ist klar, was sie zu tun haben." Das Mittel der Wahl müsse aber nicht immer ein Abbau von Arbeitsplätzen sein, betonte Berger. Gefragt seien vielmehr intelligente Arbeitszeitmodelle, mit denen die Anpassung an schwächere Wachstumsphasen auch ohne Entlassungen gelinge. Auch durch die Einführung neuer Technologien könne ein Unternehmen die Profitabilität verbessern. Da viele Unternehmen sich wegen der Konjunkturflaute mit Investitionen in neue Technologien zurück ge- halten hätten, bestehe inzwischen bei vielen Nachholbedarf.

Großes Wachstumspotenzial für die Strategieberatung sieht Berger auch in Asien und den USA. Allein in China sei in diesem Jahr der Honorarumsatz um knapp 70 %, in Japan um 55 % gestiegen. Selbst in den USA habe Roland Berger gegen den Branchentrend um fast 40 % wachsen können und 35 Mitarbeiter zusätzlich eingestellt. Innerhalb der nächsten drei Jahre solle die Zahl der Beschäftigten dort auf rund 200 mehr als verdoppelt werden.

Intern steht bei Roland Berger im kommenden Jahr eine wichtige Entscheidung ins Haus. Ende 2002 wird von den Partnern ein Nachfolger gewählt, der ab Mitte 2003 an die Stelle von Roland Berger an die Spitze des Unternehmens tritt.

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