Zahl der Soldaten wird gesenkt
Kabinett genehmigt längeren Mazedonien-Einsatz

Die Bundeswehr wird weitere vier Monate zum Schutz ziviler Beobachter des Friedensprozesses in Mazedonien bleiben. Ihre Führung der Nato-Schutztruppe gibt sie aber nach neun Monaten am 27. Juni an die Niederlande ab.

dpa BERLIN. Einen entsprechenden Beschluss fasste das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin und stimmte damit einer Entscheidung der Nato aus der vorigen Woche zu. Der internationale Einsatz wird seit seinem Beginn im September 2001 zum dritten Mal verlängert. Über den Kabinettsbeschluss muss noch der Bundestag entscheiden. Seine Zustimmung gilt als sicher.

Regierungssprecher Uwe-Karsten Heye sagte vor Journalisten, die Bundesregierung unterstütze mit der Verlängerung des Einsatzes bis zum 26. Oktober den Weg in eine friedliche Demokratie in Mazedonien. Die Kosten bezifferte er auf 5,7 Mill. ?.

Derzeit stellt die Bundeswehr 540 der rund 700 Soldaten in Mazedonien. Mit Abgabe der Führungsrolle dürfte das deutsche Kontingent deutlich verringert werden. Insgesamt will Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) die Zahl deutscher Soldaten auf dem Balkan von jetzt rund 6900 erheblich senken. Nach Angaben seines Ministeriums sollen rund ein Drittel der Soldaten abgezogen werden. Für KFOR stellen die deutschen Streitkräfte derzeit 4650 und für SFOR 1700 Soldaten.

Heye sagte, das Kontingent in Mazedonien "kann mutmaßlich reduziert werden". Zahlen nannte er nicht. Er teilte mit, dass Mazedoniens Präsident Boris Trajkovski aber um eine Erhöhung der Gesamtzahl der Nato-Schutztruppe wegen der Wahlen am 15. September gebeten habe. Wegen der Wahl hatte Trajkovski die Nato auch gebeten, den Einsatz um vier und nicht wie bisher um drei Monate zu verlängern. Eine nochmalige Verlängerung müsste dann wie bisher von der mazedonischen Regierung beantragt werden.

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