Zahl der Todesopfer auf zehn gestiegen
Elbe steigt weiter dramatisch

Der Wasserstand der Elbe in der sächsischen Landeshauptstadt stieg auf 7,85 Meter an, teilte das Umweltministerium mit. Bis zum Vormittag wurde ein Ansteigen auf 8,50 Meter erwartet - mehr als das Vierfache des üblichen Wertes. Im tschechischen Decin (Tetschen) hatten sich fünf Lastschiffe losgerissen. Sie treiben stromabwärts auf Dresden zu.

HB. DRESDEN/PRAG. In tschechischen Usti nad Labem (Aussig) waren am Morgen bereits 10,50 Meter gemessen worden. Diese Wassermassen rollen weiter Richtung Sachsen und Sachsen-Anhalt. An diesem Freitag soll der reißende Fluss laut dem Prager Rundfunk sogar die Zwölf-Meter-Marke übersteigen. In Usti und in Teplice mussten in der Nacht mehr als 3 000 Menschen ihre Wohnungen verlassen.

Auch in Brandenburg hat aus Angst vor der Elbe-Flut die Hälfte der Einwohner Mühlbergs die Stadt verlassen. Nach Angaben von Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) wird das Hochwasser voraussichtlich ein größeres Ausmaß annehmen als die Oderflut von 1997.

Die Zahl der Hochwasser-Todesopfer in Deutschland stieg auf mindestens zehn. Aus vielen Bundesländern sind zusätzliche Hilfskräfte in die Katastrophenregionen unterwegs. Politiker und Hilfsorganisationen riefen zu Spenden auf. Die Parteien streiten unterdessen weiter über den besten Weg zu einem effektiven Hochwasser- und Klimaschutz.

In Prag und in den Hochwassergebieten Bayerns konnten die Menschen unterdessen ein wenig aufatmen. Auch an der Donau in Niederbayern zeichnete sich in der Nacht eine leichte Entspannung ab. In Straubing südöstlich von Regensburg hielten die Dämme den Wassermassen zunächst stand.

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