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Zahl der Toten durch „Monster-Schneesturm“ gestiegen

Mindestens 20 Menschen sind bei dem „Monster-Schneesturm“, der tagelang den Mittleren Westen der USA fest im Griff hielt, ums Leben gekommen.

dpa WASHINGTON/HAMBURG. Mindestens 20 Menschen sind bei dem "Monster-Schneesturm", der tagelang den Mittleren Westen der USA fest im Griff hielt, ums Leben gekommen. Bei klirrender Kälte waren nach US-Fernsehberichten am Samstag noch rund 300 000 Haushalte im Gebiet um die Großstadt Columbus im US-Bundesstaat Ohio ohne Strom.

"Das ist ein Sturm, den man vielleicht zwei oder drei Mal im Leben sieht", sagte der Meteorologe David Humphrey vom Nationalen Wetterdienst. Die Wetterkapriolen gingen auch am Samstag, dem eigentlichen Weihnachtsfeiertag in den USA, weiter: Südlich von Houston in Texas sowie im Bundesstaat Louisiana am Golf von Mexiko fiel zur Überraschung vieler Schnee oder Schneeregen.

Nach dem Neuschnee, der in manchen Regionen knapp einen halben Meter betrug, begannen am Freitag und Samstag die Aufräumarbeiten. Der Nationalgarde gelang es auf einem rund 40 Kilometer langen Autobahnabschnitt im US-Bundesstaat Indiana, rund 100 im Schnee gestrandete Autofahrer zu retten.

Bei heftigem Schneefall und vereisten Straßen waren tausende Autofahrer stecken geblieben, berichteten TV-Sender am Samstag. Im US-Bundesstaat Ohio wurde nach Berichten der Tageszeitung "Columbus Dispatch" in 25 Bezirken die Schneewarnstufe drei ausgerufen, bei der nicht mehr gefahren werden darf. In vielen Gemeinden baten Pfarrer die Gläubigen, zu Hause zu bleiben und nicht zur Weihnachtsmesse in die Kirche zu kommen.

Auf den betroffenen Flughäfen in den USA und in Kanada kam es zu erheblichen Verspätungen. Viele Flüge wurden gestrichen - und das an einem Wochenende, an dem mit 62 Mill. Reisenden gerechnet wurde. Tausende Reisende verbrachten nach Angaben des Fernsehsenders NBC Weihnachten auf dem Flughafen oder kamen letztendlich ohne Gepäck und Weihnachtsgeschenke an.

Betroffen von dem Schneechaos waren vor allem die Bundesstaaten Indiana, Missouri, Kentucky und Ohio. Teile von Arkansas erleben erst die neunte weiße Weihnacht in 120 Jahren. In anderen Städten wie Indianapolis bereiten sich die Einwohner der Tageszeitung "Indianapolis Star" zufolge auf einen der kältesten Winter seit der Wetteraufzeichnung im Jahr 1 871 vor.

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