Zahlen bestätigen die Prognosen
Ciba im ersten Quartal mit solidem Ergebnis

Der Schweizer Spezialchemiekonzern Ciba hat für das erste Quartal 2003 in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld ein solides Ergebnis vorgelegt. Während der Gewinn mit 108 Mill. sfr stabil und überraschend hoch ausfiel, lagen Umsatz und Betriebsergebnis mit Anstiegen in Lokalwährungen im Rahmen der Erwartungen.

Reuters BASEL. Und obwohl weiter keine Anzeichen für eine konjunkturelle Erholung erkennbar seien, soll diese Tendenz bei Ciba anhalten, sagte Konzernchef Armin Meyer am Donnerstag zu Reuters. "Wenn wir keine speziellen Ereignisse haben, erwarte ich, dass das zweite Quartal in Lokalwährungen über dem Vorjahr ausfällt. Darüber gibt es keinen Zweifel," so Meyer. Für das Gesamtjahr 2003 bestätigte Ciba die früher genannten Prognosen.

In den ersten drei Monaten 2003 erwirtschaftete Ciba weiteren Angaben zufolge bei einem Umsatzrückgang von sieben Prozent auf 1,678 Mrd. sfr ein um 14 % niedrigeres Betriebsergebnis auf Stufe Ebitda von 259 Mill. sfr. Die Ebitda-Marge sank damit auf 15,4 (Vorjahresperiode 16,6) Prozent. In Lokalwährungen stiegen der Umsatz um fünf Prozent und das Ebitda um elf Prozent.

Der Betriebsgewinn Ebit betrug 169 (202) Mill. sfr. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit einem Quartalsgewinn von 93 Mill. sfr gerechnet. Der Umsatz war auf 1,686 Mrd. sfr und das operative Ergebnis auf 173 Mill. sfr geschätzt worden.

"Der Reingewinn war über den Erwartungen und das Unternehmen bestätigte den Ausblick, was gut ist," sagte Bernd Pomrehn, Analyst bei der Zürcher Kantonalbank. Allerdings bleibe die Währung ein Problem, erklärte Fondsmanager Ulrich Steiner von der Bank Leu.

An der Börse verteuerten sich die Ciba-Aktien bis gegen 9.50 Uhr in einem etwas leichteren Gesamtmarkt um 1,2 % auf 92,50 sfr. Der DJ Stoxx Chemical-Index lag 0,4 % im Minus.

Laut Ciba konnte der Reingewinn im ersten Quartal trotz des negativen Währungseinflusses durch striktes Kostenmanagement, geringere Zinsaufwendungen und eine erfolgreiche Hedging-Strategie auf Vorjahreshöhe gehalten werden.

Auch im weiteren Jahresverlauf liege ein Hauptaugenmerk auf Kostensenkungen durch die Straffung von Abläufen und einer strengen Ausgabenkontrolle. Damit sollen höhere Aufwendungen im Gesamtjahr im Umfang von rund 60 Mill. sfr vor allem für Pensionskasseneinrichtungen und Versicherungen absorbiert werden.

Ciba erwartet 2003 unverändert eine Steigerung des Reingewinns, ein Umsatzwachstum in lokalen Währungen, eine höhere Ebitda-Marge sowie einen freien Cash-flow von über 600 Mill. sfr. Dieser Ausblick basiere weiter auf der Annahme einer wirtschaftlichen Erholung zunächst in den USA dann in Europa in der zweiten Jahreshälfte sowie einer "einigermassen stabilen" Wechselkursentwicklung.

Der Konzern will laut früheren Angaben von 2002 bis 2005 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von sechs Prozent pro Jahr sowie im Jahr 2005 eine Ebitda-Marge von 20 % erreichen. Der freie Cash-flow soll dann über eine Milliarde sfr betragen.

2002 erzielte der Konzern bei einem Umsatz von 7,085 Mrd. sfr einen Gewinn von 406 Mill. sfr. Die Ebitda-Marge betrug 16,6 % und der freie Cash-flow lag bei 683 Mill. sfr.

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