Zahlen deutlich nach unten korrigiert
UBS Capital rutscht tief in rote Zahlen

Die UBS rutscht mit ihrem Private-Equity-Geschäft noch tiefer in die roten Zahlen. Für das ganze Geschäftsjahr 2001 erwartet die Schweizer Großbank bei der Geschäftseinheit UBS Capital einen Verlust vor Steuern bis 680 Millionen Franken.

dpa-afx ZÜRICH. Die UBS korrigierte damit ihre Prognosen am Donnerstag nach unten.Die UBS rutscht mit ihrem Private-Equity-Geschäft noch tiefer in die roten Zahlen. Für das ganze Geschäftsjahr 2001 erwartet die Schweizer Großbank bei der Geschäftseinheit UBS Capital einen Verlust vor Steuern bis 680 Millionen Franken. Die UBS korrigierte damit ihre Prognosen am Donnerstag nach unten.



Im 2., 3. und 4. Quartal 2001 wird mit einem Verlust vor Steuern zwischen 350 Mill. und 400 Mill. Franken gerechnet. Schon im 1. Quartal war UBS Capital mit minus 282 Mill. Franken in die roten Zahlen gerutscht. Damals rechnete UBS allerdings noch damit, wieder in die Gewinnzone zu finden. Im Vorjahr wurde ein Gewinn von 173 Mill. Franken ausgewiesen. Über die Auswirkungen der Verluste auf den Jahresabschluss wollte die UBS-Sprecherin Monika Dunant am Donnerstag keine Aussage treffen. Am 14. August werde der Halbjahresabschluss präsentiert, sagte sie.

Verluste im zweiten Quartal

Die Verluste fallen vor allem im zweiten Quartal an. Das Portfolio von UBS Capital wies per 31. März 2001 einen Buchwert von 5,7 Mrd. Franken ohne Berücksichtigung unrealisierter Gewinne aus. Der Konzern begründet den Verlust mit einer Überprüfung des Portefolios und der Aussichten für Desinvestitionen im verbleibenden Geschäftsjahr. Diese Überprüfung werde halbjährlich vorgenommen.

Die letzte Neubeurteilung wurde jedoch nicht mehr vom ehemaligen Leiter der UBS Capital, Pierre de Weck, vorgenommen. Von ihm trennte sich die UBS vor wenigen Tagen. Seither wird UBS Capital von einem Team unter der Interimsleitung von David Solo geführt. Das neue Management sei zum Schluss gekommen, dass eine Neubewertung vorgenommen werden müsse, sagte Dunant. Insofern besteht zum Abgang von de Weck ein Zusammenhang.

Ausgliederung von Private Equity verschoben

Private Equity gehört zur Geschäftseinheit UBS Capital. Am 11. Juli hatte die UBS angekündigt, dass die geplante Verselbstständigung der Private Equity wegen der schwierigen Marktbedingungen verschoben werde. Wenn sich die Lage in dem Bereich verbessere, sei es denkbar, dass die UBS die Idee einer Verselbstständigung wieder aufnehme, sagte Dunant.

Eine Prognose für die Weiterentwicklung ihres Private-Equity-Bereich macht die UBS heute nicht. Es sei noch zu früh, einen Ausblick für den Geschäftsverlauf von UBS Capital im kommenden Jahr vorzunehmen, sagte Dunant. UBS Capital war in den vergangenen Jahr schnell gewachsen. Während das Portefolio 1998 noch 1,784 Mrd. Franken umfasste, lag der Betrag Ende 1999 bereits bei 2,993 Mrd. und Ende 2000 bei 5,549 Mrd. Franken. Der Bereich beschäftigt 134 Mitarbeiter.

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