Zahlen für 2000
SAP-Tochter verliert beim Wachstum an Tempo

SAP SI hat im vergangenen Jahr ein geringeres Ergebnis erwirtschaftet als 1999 und die Prognosen für das laufende Jahr gesenkt.

Reuters DRESDEN. Das Software-Beratungshaus SAP Systems Integration (SAP SI) hat im abgelaufenen Jahr ein geringeres Ergebnis als 1999 erwirtschaftet und seine Prognosen für das laufende Jahr gesenkt. Der operative Gewinn im vergangenen Jahr lag den Angaben des Unternehmens vom Dienstag zufolge bei 29,3 (1999: 30,9) Mill. Euro und damit exakt auf dem Niveau, das SAP SI bei seiner Gewinnwarnung Anfang November vorausgesagt hatte. Der Umsatz kletterte im Berichtszeitraum um 23 % auf 186,2 Mill. Euro und damit den Angaben zufolge wie geplant. Im laufenden Jahr werde das operative Ergebnis vor Goodwill-Abschreibungen voraussichtlich zwischen 42 und 46 Mill. Euro und damit unter der beim Börsengang im September genannten Prognose von 47 Mill. Euro liegen, hieß es.

Zum Jahr 2001 hieß es, mit der verringerten Prognose werde dem gegenüber der Planung verhaltenerem Mitarbeiteraufbau im abgelaufenen Jahr Rechnung getragen. Die Zahl der Beschäftigten sei 2000 nur um 23 % auf 1225 Mitarbeiter gestiegen und habe damit um 74 Stellen unter den Planungen gelegen. Zudem werde mit den gesenkten Prognosen auch im Produktbereich einer hohen Profitabilität den Vorzug gegenüber einem starken Wachstum gegeben. Der Umsatz im laufenden Jahr solle um 22 bis 27 % steigen.

Zum abgelaufenen Jahr teilte SAP SI weiter mit, der Produktumsatz sei mit 3,8 Mill. Euro hinter den Planungen zurückgeblieben. Das operative Ergebnis vor Goodwillabschreibungen und vor Einmaleffekten aus dem Börsengang und Fusion habe 36,7 Mill. Euro betragen, womit sich eine Marge von 19,7 % ergebe. Unter Berücksichtigung der Einmaleffekte habe die Marge 15,8 % betragen.

Die Aktien des Unternehmens waren im September an den Neuen Markt der Frankfurter Börse gebracht worden. Dabei waren die Titel für 19 Euro ausgegeben worden und am ersten Handelstag auf ihren bisherigen Höchststand von 53,50 Euro gestiegen. Anschließend hatten die Papiere aber deutlich nachgegeben, was von Händlern auch mit der allgemein verringerten Bewertung für Technologietitel begründet worden war. Anfang Januar waren die SAP-SI-Titel bis auf 13,05 Euro gefallen. Am Montag lag der Schlusskurs bei 28,90 Euro. Das Unternehmen ist eine Tochter des Softwareherstellers SAP .

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