Zahlen für das Rumpfgeschäftsjahr
Buderus steigert Umsatz- und Ergebnis

Der Heizungsbauer und Autozulieferer konnte leicht zulegen. Steigende Auslandsumsätze kompensierten das schrumpfemde Geschäft im Inland.

Reuters FRANKFURT. Der Heizungsbauer und Autozulieferer Buderus hat im Rumpfgeschäftsjahr von Oktober bis Dezember 2000 Umsatz und Gewinn leicht gesteigert. Die Erlöse seien im Vergleich zur Vorjahresperiode um ein Prozent auf 482 Mill. Euro gewachsen, wobei höhere Auslandsumsätze sinkende Inlandserlöse kompensiert hätten, sagte der Buderus-Chef Hans-Ulrich Plaul in Frankfurt. Auch das Vorsteuerergebnis liege mit 49 Mill. Euro um fünf Prozent über dem Vorjahreswert. Die Anleger könnten mit einer zusätzlichen Dividende rechnen. Für das laufende Geschäftsjahr rechne Buderus damit, das im Kalenderjahr 2000 erreichte Umsatz- und Ergebnisniveau zu übertreffen.

Rückläufige Umsätze erwirtschaftete der Konzern einzig mit seinen Heizungsprodukten. Plaul machte dafür die schwache Inlandsnachfrage verantwortlich. Dabei bestehe ein erheblicher Austauschbedarf der Geräte, sagte Plaul und verwies auf Angaben von Schornsteinfegern, wonach derzeit bis 1,8 Mill. Heizungen ausgetauscht werden müssten. Hohes Umsatzwachstum erzielte dagegen der Bereich Gusserzeugnisse, der den Angaben zufolge um elf Prozent auf 78 Mill. Euro gewachsen sei und von einem Großauftrag aus Kuwait profitierte. Insgesamt sei der im Ausland erwirtschaftete Anteil am Gesamtumsatz um 13 % auf 190 Mill. Euro oder 39 % angewachsen und habe einen um sechs Prozent rückläufigen Inlandsumsatz mehr als kompensiert, hieß es.

Im laufenden Fiskal- und nunmehr auch Geschäftsjahr will Buderus nach eigenen Angaben seinen Umsatz und Gewinn erneut steigern. Trotz Währungsrisiken und der weltweit stagnierenden Wirtschaftskonjunktur sehe Buderus die weitere Entwicklung der Wirtschaft gedämpft optimistisch. Weiterhin geplant sei, ein Unternehmen aus dem Heizungsbereich zu übernehmen. Es würden Gespräche mit neuen sowie alten potenziellen Kandidaten geführt, doch gebe es keine Eile, hieß es.

Die Aktionärsstruktur des im MDax notierten Konzerns ist nach Angaben von Plaul weiterhin stabil. Der in Wetzlar ansässige Konzern gehört zu knapp einem Drittel dem Baukonzern Bilfinger + Berger und zu einem Zehntel der Commerzbank . Buderus will sich den Angaben zufolge demnächst von der Hauptversammlung die Option genehmigen lassen, zehn Prozent der eigenen Aktien zurückzukaufen. Die Aktie des Heizungsbauers notierte am frühen Nachmittag in einem ruhigen und gut behaupteten Marktumfeld 1,74 % fester bei 23,45 Euro. Über die angekündigte zusätzliche Dividende für das Rumpfgeschäftsjahr machte Buderus keine weiteren Angaben.

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