Zahlen für das vierte Quartal
Intel übertrifft Analystenprognose

Der weltgrößte Chiphersteller Intel hat im vierten Quartal trotz einer anhaltend schwachen PC-Nachfrage bei Gewinn und Umsatz die Analystenerwartungen übertroffen. Der Quartalsgewinn vor akquisitionsbedingten Sonderposten sei zum Vorjahreszeitraum um rund 60 % auf 998 Mill. $ oder 15 Cent je Aktie gesunken, teilte das im kalifornischen Santa Clara ansässige Unternehmen am Dienstag nach US-Börsenschluss mit. Analysten hatten aber nur mit einem Gewinn von 11 Cent je Anteilsschein gerechnet.

Reuters SAN FRANCISCO. Das Unternehmen sehe noch keine Anzeichen einer Konjunkturerholung, hieß es von Intel weiter. Für Investitionen in Anlagen - ein Frühindikator für die Chipanlagenbauer und die gesamte Branche - will der Konzern 2002 rund 5,5 Mrd. $ und damit knapp ein Viertel weniger als 2001 ausgeben. Nachbörslich verloren Intel-Aktien etwas.

"2001 war wohl die schlimmste Rezession, die diese Branche je erlebt hat", sagte Intel-Finanzchef Andy Bryant. Er fügte hinzu, dass Intel im vergangenen Quartal dennoch ein bis zwei Prozentpunkte an Marktanteil gewonnen habe - hauptsächlich auf Kosten des Konkurrenten Advanced Micro Devices. Der Nettogewinn von Intel fiel im abgelaufenen Quartal den Angaben zufolge binnen Jahresfrist um mehr als 75 % auf 504 Mill. $ oder sieben Cent je Aktie.

Für das erste Quartal dieses Jahres erwartet Intel einen Umsatz von 6,4 bis 7 Mrd. $ - in etwa in Höhe der Analystenprognosen. Im abgelaufenen Vierteljahr lag der Umsatz den Angaben zufolge bei 6,98 Mrd. $ rund 20 % niedriger als ein Jahr zuvor. "Die (Umsatz-)Prognose ist ziemlich konservativ, was vermutlich den Markt etwas aus dem Konzept bringen wird", sagte Analyst Joe Osha von Merrill Lynch: "Aber ich denke, sie setzen die Messlatte einfach recht niedrig an." Die Höhe der geplanten Investitionen ist Osha zufolge dagegen wenig aussagekräftig. Die Anlagen würden sehr langfristig geplant. Davon lasse sich daher keine Einschätzung über die künftige Nachfrage ableiten.

Dennoch belasteten die Aussichten auf geringere Investitionen von Intel Händlern zufolge nachbörslich die Werte von Chip-Fabrik-Ausrüstern. So gaben die Titel von Branchenprimus Applied Materials knapp 7% auf 42,50 $ nach. Intels Investitionen machen rund 20 % des gesamten Halbleiter-Ausrüstungsmarktes aus. Auch Intel-Aktien verloren nachbörslich leicht auf 34,30 $, nachdem sie zuvor an der Nasdaq in einem freundlichen Marktumfeld mit 34,68 $ knapp 0,5 % tiefer geschlossen hatten.

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