Zahlen liegen unter dem EU-Durchschnitt
Auslandsinvestitionen drastisch gesunken

Der Wirtschaftsstandort Deutschland hat nach Einschätzung des Bundesverbandes des deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) an Attraktivität verloren. Während sich die Investitionen deutscher Unternehmer im Ausland im vergangenen Jahr nur leicht verringerten, gingen die Aufwendungen des Auslands in der Bundesrepublik im Vorjahresvergleich um rund 84 Prozent auf 32 Milliarden US-Dollar zurück, sagte BGA-Präsident Anton Börner am Dienstag in Berlin.

ddp/vwd BERLIN. Die Zahlen lägen deutlich unter dem EU-Durchschnitt. Börner sprach anlässlich der Vorstellung des Weltinvestitionsberichts 2002 der United Nations Conference on Trade and Development (UNCTAD).

Der Rückgang der Auslandsinvestitionen lasse sich nicht allein mit der Abschwächung der Weltkonjunktur erklären, betonte der BGA-Präsident. Die Gründe seien auch hausgemacht. Er verwies auf die "Verkrustungen am Arbeitsmarkt, die gewaltigen Abgabenlasten und den überbordenden Steuerstaat sowie auf langwierige und komplizierte Genehmigungsverfahren". Börner räumte zugleich ein, dass die Schwäche der Weltwirtschaft insgesamt die entwickelten Länder stärker als andere trifft. So seien die Auslandsinvestitionen weltweit um 51 Prozent gesunken, in den Industriestaaten aber um 59 Prozent.

Als erfreulich wertete Börner, dass die Schwellen- und Entwicklungsländer aufholen. Hier seien laut UNCTAD-Angaben die Investitionen deutlich langsamer gesunken, nämlich um 14 Prozent. Gegen den Trend konnten die afrikanischen Entwicklungsländer um 16 Prozent zulegen. Auch die mittel- und osteuropäischen Staaten lagen mit zwei Prozent im Plus. Unter den zehn dynamischsten Investitionsstandorten befinden sich sechs Schwellen- und Entwicklungsländer.

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