Zahlen nach unten korrigiert
Pixelpark gibt sich deutlich skeptischer

Die aktuelle Geschäftslage wie die-aussichten des Internet-Dienstleisters Pixelpark sind nach Angaben des Unternehmens noch schlechter als bislang angenommen.

Reuters BERLIN. Pixelpark bezifferte am Dienstag den Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) für das sechs Monate umfassende Rumpfgeschäftsjahr 2000 auf rund 10 Mill. Euro, gut 4 Mill. Euro mehr als vor gut einem Monat mitgeteilt. Für 2001 korrigierte Pixelpark seine Umsatzprognose um 20 bis 30 Mill. Euro nach unten auf rund 130 Mill. Euro, wobei man mit einem Verlust nach Steuern abschließen werde. Angesichts dessen fiel die Pixelpark-Aktie um zeitweise 16 % bis auf ein Allzeittief von 6,08 Euro, erholte sich später aber wieder leicht.

Pixelpark-Vorstandschef Paulus Neef korrigierte nicht nur die vor kurzem genannte Ertragszahlen für das Rumpfgeschäftsjahr 2000, das von Juli bis Dezember reichte, nach unten, sondern auch die Umsatzzahl. Danach setzte das Unternehmen in diesem Zeitraum nicht rund 55 Mill. Euro, wie zunächst berichtet, sondern nur noch gut 52 Mill. Euro um. Grund war nach den Worten Neefs ein Projekt, das von einem Großkunden abgebrochen wurde. Für etwaige Gewährleistungsansprüche dieses Kunden mußte Pixelpark allein rund 2,3 Mill. Euro zurückstellen. Nach Steuern verzeichnete Pixelpark im Rumpfgeschäftsjahr 2000 einen Nettoverlust von 15,6 Mill. Euro, etwa das Dreifache des Wertes für den Zwölfmonatszeitraum Mitte 1999 bis Mitte 2000.

Scharfes Kostenspar- und Effizienzsteigerungsprogramm geplant

Angesichts der unerwartet negativen Ertragszahlen, die auch durch Finanzlasten in Folge von Firmenzukäufen und die Aufnahme neuer Auslandsaktivitäten entstanden sei, will das am Neuen Markt notierte Unternehmen mit einem scharfen Kostenspar- und Effizienzsteigerungsprogramm gegensteuern. Dieses Programm soll nach Angaben des Vorstands rund 20 % Kostenminderung bringen. Es beinhalte neben anderen Einsparungen auch einen Personalabbau, der im ersten Quartal bei 60 Mitarbeitern gelegen habe. Ziel sei es, mit diesem Programm schon im Jahr 2001 einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen auszuweisen, sagte der scheidende Finanzchef Jan Kantowsky. Beim Gesamtergebnis nach Steuern werde Pixelpark aber einen Verlust schreiben und frühestens 2002 in die Gewinnzone kommen, sagte Kantowsky.

Die jüngsten Spekulationen in der Presse über Ausstiegspläne des Großaktionärs Bertelsmann wies Neef zurück. Das Bekenntnis von Bertelsmann zu Pixelpark sei ungebrochen.

Die Börse quittierte die jüngsten Zahlen mit einem Kurzrückgang der Pixelpark-Aktie. Am Mittag gegen 13.00 Uhr notierte die Aktie mit 6,55 Euro knapp 10 % unter dem Vortag. Ein Händler sagte, derzeit bestehe wenig Fantasie für eine nachhaltige Kurserholung."

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