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Zahlen und Fakten zur Wahl

Am 21. April sind etwa 2,13 Millionen Bürger in Sachsen-Anhalt aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Die Zahl der Wahlberechtigten ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen.

dpa MAGDEBURG. Bei der ersten Wahl 1990 gab es noch 2,235 Millionen Wahlberechtigte. Das Land ist in 49 Wahlkreise eingeteilt, und es werden mindestens 99 Abgeordnete im neuen Parlament sitzen.

Jeder Bürger hat zwei Stimmen. Mit seiner Erststimme wählt er den Direktkandidaten in seinem Wahlkreis. Gewählt ist der Kandidat, der die meisten Stimmen auf sich vereinen kann. Auf diese Weise werden 49 Bewerber ins Parlament geschickt. Mit der Zweitstimme wählt der Bürger die Landesliste einer Partei. Auf diesem Weg werden weitere 50 Politiker ins Parlament gewählt. Mit der Zweitstimme bestimmt der Bürger auch über das Kräfteverhältnis im Landtag. Alle Parteien, die mindesten fünf Prozent der Stimmen erreichen, werden berücksichtigt.

Dies gilt auch dann, wenn sie keine Direktmandate gewinnen konnten. Es kommt vor, dass eine Partei mehr Direktbewerber in den Landtag schicken darf, als ihr von den Zweitstimmen her eigentlich zustehen würden. Jeder Direktbewerber aber hat einen Anspruch auf einen Sitz im Parlament. Diese Plätze, die einer Partei dann "mehr" zustehen, heißen Überhangmandate. Damit durch diese Überhangmandate eine Partei aber nicht mehr Einfluss bekommt, als ihr durch das eigentliche Ergebnis der Zweitstimmen zusteht, bekommen die anderen Parteien so genannte Ausgleichsmandate.

So kann das Landesparlament erheblich größer werden, als die Grundmandatezahl von 99. In der vergangenen Legislaturperiode errang die SPD alle ihre Plätze durch Direktmandate, und die anderen Parteien bekamen Ausgleichsmandate dafür. Insgesamt waren im letzten Landtag auf diese Weise 116 Parlamentarier vertreten.

Die Wahlbeteiligung war bei den vergangenen Landtagswahlen sehr unterschiedlich: 1990 lag sie bei 65,1 Prozent und sackte dann 1994 auf 54,8 Prozent ab; 1998 erreichte die Beteiligung mit 71,5 Prozent ein relativ hohes Niveau.

Grundlage für die Wahl ist das Landeswahlgesetz in der Fassung vom 10. Juli 2001. Es sieht eine Fünf-Prozent-Sperrklausel vor und erlaubt Listenverbindungen. Die Wahlperiode dauert vier Jahre. Insgesamt 14 Parteien treten mit einer Landesliste an. Es sind:

Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS)

Freie Demokratische Partei (FDP)

Bündnis 90/Die Grünen (GRÜNE)

Die Spaßpartei für Deutschland (SPASSPARTEI)

Freiheitliche Deutsche Volkspartei - Die Freiheitlichen in Deutschland (FDVP)

Marxistisch Partei Deutschlands-Leninistische (MLPD)

Ökologisch-Demokratische Partei (ödp)

Ostdeutsche Partei der Mitte (OPdM)

Partei Rechtsstaatlicher Offensive (SCHILL)

Pro Deutsche Mitte - Initiative Pro D-Mark (Pro DM)

Rechtsstaatliche Bürger Partei (R-B-P)

Bündnis DKP/KPD (B - DKP/KPD)

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