Zahlen von Hewlett-Packard ziehen Dow Jones ins Minus
Wall Street begrenzt Verluste nach Berg- und Talfahrt

Die US-Aktienmärkte an der New Yorker Wall Street haben am Montag nach turbulentem Handelsverlauf schwächer geschlossen. Der Dow Jones beendete den Handel mit einem Rückgang um 0,81 %; der Nasdaq Composite verlor 2,06 % auf 2 966,72 Zähler.

dpa-afx/rtr NEW YORK. Die US-Aktienmärkte an der New Yorker Wall Street haben am Montag nach volatilem Handelsverlauf schwächer geschlossen. Belastet durch den schwachen Aktienkurs von Hewlett-Packard beendeten die 30 Standardwerte im Dow Jones die Börsensitzung mit einem Abschlag von 0,81 % auf 10 517,25 Punkte. Nach anfänglich Schwäche der Technologieaktien, drehte die Nasdaq am Nachmittag dank starker Chiptitel zwischenzeitlich ins Plus. Die Kraft reichte aber nicht bis Handelsschluss und der Nasdaq Composite ging mit einem Minus von 2,06 % auf 2 966,72 Zählern aus dem Handel. Der breiter gestreute S&P 500 fiel um 1,08 % auf 1 351,26 Punkte.

Die am Morgen vorgelegten Quartalzahlen von Hewlett-Packard hätten erneut die derzeitige Misere der Wachstumsbranche offenbart, sagte ein Händler. Der Computer-Konzern erzielte einen Gewinn von 41 Cent je Aktie im vierten Quartal und verfehlte damit die Erwartungen der Wall Street um ganze 10 Cent. Daneben zeichnete HP einen negativen Ausblick für die kommenden Quartale. Währungseffekte und steigender Margendruck werde auch in Zukunft die Ergebnisse belasten. Die Aktien gingen mit einem Verlust von 12,78&nsp;% auf 34,13 $ aus dem Handel.

Die Negativschlagzeilen von HP folgten kurz auf die schwachen Umsatzprognosen von Dell Computer Corp vom Freitag. Dell erholten sich am Montag jedoch wieder, nachdem die Aktie am Freitag um rund 18 Prozent abgesackt war. Der Titel tendierte am Montag zuletzt rund 4,89 Prozent höher auf 24-1/8 $. "Das Verfehlen der Gewinnerwartungen von HP stellt auf jeden Fall das Wachstumspotenzial des gesamten Technologiesektors in Frage", sagte Arthur Hogan, Chefanalyst bei Jefferies & Co.

Auch der Biotech- und der Pharmasektor gerieten am Montag unter Druck. Bei den Pharma-Unternehmen gehörte Merck & Co zu den Verlierern, dessen Titel sich um 2,32 Prozent auf 89-3/8 $ verbilligten. Der Medikamentenhersteller Pfizer verloren im Handelsverlauf 4,39 Prozent und schlossen bei 42-3/16 $, nachdem sich durch SmithKline Beechams Ankündigung einer neuen Forschungsstruktur ein verschärfter Wettbewerb abzeichnete, wie Händler sagten.

Wal Mart stützt den Dow Jones

Dem Dow Jones verhalfen gegen Abend vor allem die Titel von Handelsunternehmen wie Wal-Mart Stores zu Terraingewinnen. Wal-Mart schloss dank dem positiven Bericht von First Call/Thomson Financial 3,72 Prozent höher auf 45-5/16 $. Weitere Schützenhilfe erhielt der Dow vom Computerunternehmen IBM , dessen Titel beim Gongschlag 4,77 Prozent auf 97-7/16 $ zulegten.

Neben IBM war auch der Chipgigant Intel gefragt. Die Aktein legten 3,21 % auf 38,19 $ zu. Die deutlichen Gewinner führten Investoren auf die Umschichtung von Portfolio-Manager zu Gunsten der Branchenführer zurück.

Honeywell und General Electric unter Druck

Auf der Verlierseite befanden sich hingegen General Electric (GE) und Honeywell . Honeywell International hatten am Freitagabend ihr Aufspaltungsvorhaben zurückgezogen. Das Unternehmen hatte zuvor geplant die vier Konzernteile Reibungsstoffe, Automobilzubehör, Sicherheitsüberwachungstechnik und pharmazeutische Feinchemie aus dem Unternehmensverband auszugliedern. Als Grund nannte Honeywell die Fusionsvereinbarung mit GE. Zudem berichtete das Wall Street Journal, dass Honeywells Umsatzplus im Kerngeschäft Luftfahrt im kommenden Geschäftsjahr 2001 lediglich bei 4 % liegen wird. Die Honeywell-Aktie verlor 5,15 % auf 50,63 $ und GE 4,52 % auf 51,44 $.

Zukäufe sorgen für Kursbewegungen

Fedex kündigten an, American Freightways für 1,2 Mrd. $ oder 28,13 $ je Aktie zu übernehmen. Die Aktien von Fedex stiegen nach anfänglichen Verlusten um 0,22&bsp;% auf 45,27 $ und Freightways um 57,86 % auf 27,63 %. Cendant gaben gleichzeitig bekannt, den Autovermieter Avis für 935 Mill. $ oder 33 $ je Aktie zu kaufen. Während Avis um 6,25 % auf 31,88 $ kletterten, verloren Cendant 4,17&bsp;% auf 11,50 $.

Die Umsätze an der Wall Street beliefen sich auf insgesamt rund 1,1 Milliarden Aktien. 1653 Verlierer standen dabei 1202 Gewinnern gegenüber. 452 Titel schlossen unverändert. An der Nasdaq wechselten rund 2,03 Milliarden Aktien den Besitzer. Dabei schlossen 2568 Titel höher und 1391 Titel gegenüber.

Am US-Anleihenmarkt notierten die richtungsweisenden 30-jährigen Bonds bei Börsenschluss 14/32 höher und erbrachten eine Rendite von 5,839 Prozent.

Daneben habe die anhaltende Unsicherheit und Ungereimtheiten bezüglich der US-Präsidentschaftswahl für Nervosität an der Börse gesorgt. Zusammen mit der am Mittwoch anstehenden Zinsentscheidung der Notenbank Federal Reserve überwiege derzeit wieder das abwartende Moment am Markt, fügte der Experte hinzu. Derzeit gebe es einfach zu viele Unwägbarkeiten auf die sich die Investoren nicht einlassen wollen.

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