Zahlen von Microsoft, AOL, Ford entscheiden, wie es an der Börse weitergeht
Zittern vor den US-Quartalszahlen

Vorab geben Analysten die Zielmarke für die Unternehmeszahlen vor. AOL musste am Dienstag ein Minus von 17 Prozent hinnehmen, laut Analysten ist damit der Tiefstand noch nicht erreicht.

HB DÜSSELDORF. Ungeduldig werden für Mittwoch die Unternehmenszahlen von einigen an der US-Börse notierten Firmen erwartet. An den vorab von Analysten veröffentlichten Zahlen werden die Unternehmen Microsoft, AOL, Ford, Boeing und andere gemessen.

AOL erleidet Kurseinbruch

Die AOL-Aktie ist auf dem tiefsten Stand seit einem Jahr gesunken. Insgesamt verlor der Internet-Anbieter 17 % seines Börsenwertes. Den Grund dafür sehen Analysten im Rücklauf des Online-Werbemarktes, durch den sich das AOL-Programm hauptsächlich finanziert.
Die Analystin Holly Becker von Lehmann Brothers hält einen weiteren Rückgang der Werbung im Internet für möglich. "Die bisher als stabil geltende AOL-Aktie ist also doch nicht so immun gegen einen Marktwechsel" sagte Frederick Moran, Verantwortlicher von Internet Research bei Jefferies & Co.

Microsoft könnte Gewinnprognosen senken

Analysten sehen bei der Microsoft Corp, Redmond, den Erwartungen entsprechende Zahlen für das erste Quartal 2000/2001. Das Sommergeschäft des Sofwareherstellers sei schleppend gelaufen, da die Nachfrage am PC-Markt weiterhin schwach sei und die Kundenakzeptanz des Betriebssystems Windows 2000 nur langsam steige. Die Umsatzprognose für das Quartal liegt bei 5,65 Mrd $, was einem Anstieg um 5 % zum Vorjahr entspricht, als das Unternehmen von der Markteinführung des Programms Office 2000 profitierte, aber ein Minus von 2,5 % verglichen mit dem vergangenen Quartal bedeutet.

Beim Gewinn erwarten die Analysten 2,27 (Vorjahr: 2,07) Mrd $ vor Abgaben, was einem Gewinn je dilutierter Aktie von 0,41 (0,38) $ entsprechen würde. Bei der Veröffentlichung der Zahlen wird mit Spannung erwartet, ob Microsoft seine Vorgaben für das nächste Quartal beibehält, die bereits im April reduziert worden waren. In den vergangenen Tagen habe unter Händlern in den USA das Gerücht kusiert, das Softwareunternehmen würde seine Prognosen für das kommende Quartal senken, berichteten Marktteilnehmer.

Microsoft ist weiterhin stark auf PC-Markt angewiesen

Trotz einer neuen Internetstrategie und neuer Produkte für Handgeräte und Server sei Microsoft weiterhin stark auf das Segment der Software für Desktop PC angewiesen, urteilten Analysten. Für diesen Bereich habe es im September Anzeichen für einen Rückgang der Nachfrage bei geschäftlich genutzten PC gegeben, heißt es. Microsoft wird am Mittwoch seine Ergebnisse erstmals getrennt nach fünf Geschäftsfeldern aufführen, um den Wechsel in der Unternehmensstrategie zu unterstreichen.

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