Zahlreiche Änderungen auch im SDax: Indus, Gerry Weber und DIS steigen in MDax auf

Zahlreiche Änderungen auch im SDax
Indus, Gerry Weber und DIS steigen in MDax auf

Die Deutsche Börse AG hat am Mittwochabend Veränderungen in MDax, SDax und Nemax 50 sowie eine Anpassung des Regelwerks für Aktienindizes bekannt gegeben. Mit Wirkung zum 18. März werden dabei insgesamt sechs Positionen in MDax und Nemax 50 neu besetzt.

Reuters FRANKFURT. Als Aufsteiger in das Börsenbarometer für mittelgroße Werte MDax benannte die Börse nach der Sitzung des Arbeitskreises Indizes den Personaldienstleister DIS, das Modehaus Gerry Weber und die Beteiligungsgesellschaft Indus Holding. Dafür werden den Angaben zufolge die Baader Wertpapierhandelsbank, die Depfa Deutsche Pfandbriefbank und Deutz Platz machen müssen.

In den Auswahlindex des Neuen Marktes Nemax 50 rücken den Angaben zufolge der Windkraftanlagenhesteller Nordex, der Softwareentwickler FJA und der Telematikdienstleister Funkwerk auf, während der von der Insolvenz bedrohte Telekommunikationsdienstleister Carrier 1, der IT-Spezialist Heyde und der Kabelnetzbetreiber Primacom aus dem Kursbarometer herausfallen.

In den SDax aufgenommen würden der Autovermieter Arndt AG , die Baader Wertpapierhandelsbank , Ehlebracht und STRATEC Biomedical Systems, teilte die Börse weiter mit. Berentzen, Brau und Brunnen, B.U.S. Berzelius Umwelt-Service, Creaton, Hans Einhell, Heinkel, Herlitz, Kampa Haus, Möbel Walther und Walter AG würden das Qualitätssegment Smax verlassen.

Mindestens fünf Prozent Streubesitz

Außerdem gab die Börse vor dem Hintergrund der Umstellung auf die Streubesitzgewichtung eine Änderung des Regelwerks für die Aktienindizes bekannt. Danach sollen den Angaben zufolge ab Juni für Auswahlindizes nur Unternehmen berücksichtigt werden, deren Streubesitz mindestens fünf Prozent beträgt. Diese Regel sei angelehnt an das neue Übernahmegesetz, das bei Unternehmen mit einem frei handelbaren Anteil von Aktien unter fünf Prozent eine Abfindung der verbleibenden Aktionäre ermögliche (Squeeze out). Ziel ist es, die Indexgewichtung eines Unternehmens stärker an den Anteil der tatsächlich kauf- und verkaufbaren Aktien anzunähern. Dadurch sinkt der Streubesitzanteil der meisten Unternehmen. Wegfallen sollen nach der am Mittwoch vorgelegten Anpassung des Index-Regelwerkes außerdem die Festbesitzgrenzen von 80 % und 75 % für die Beteiligung eines einzelnen Aktionärs.

Der Arbeitskreis Aktienindizes berät regelmäßig über die Zusammensetzung der Indizes der Deutschen Börsen nach den vorherrschenden Merkmalen Marktkapitalisierung und Börsenumsatz. In dem Gremium sitzen vor allem Bankenvertreter. Die Entscheidung trifft nach der Beratung des Arbeitskreises der Vorstand der Deutschen Börse. Die Mitgliedschaft in einem Index kann für Unternehmen wichtig sein, weil es dadurch stärker in das Blickfeld institutioneller Anleger gerückt wird, die sich an Börsenbarometern orientieren.

Die nächste planmäßige Überprüfung der Aktienindizes findet den Angaben zufolge am 8. Mai statt.

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