Zahlreiche Betrugsfälle
Schärfere Kontrollen für Bananenimporte

Die EU lässt pro Jahr 2,5 Mill. Tonnen Dollar-Bananen über ihre Grenzen. Die Einfuhrlizenzen sollen jetzt stärker überprüft werden.

dpa BRÜSSEL. Die EU-Kommission hat die Kontrollen für die Einfuhr von Bananen in die Europäische Gemeinschaft nach der Aufdeckung von zahlreichen Betrugsfällen verschärft. Bei den Betrügereien, denen die EU-Antibetrugsbehörde OLAF vor wenigen Wochen auf die Spur kam, seien gefälschte Einfuhrlizenzen benutzt worden, sagte ein Sprecher der Kommission am Dienstag in Brüssel. Zur Höhe des entstandenen Schadens und den mutmaßlichen Tätern wurden keine Angaben gemacht.

Bei den neuen Vorschriften soll insbesondere die Echtheit der Einfuhrlizenzen durch einen Abgleich zwischen den erteilten und den tatsächlich verwendeten Lizenzen überprüft werden. So soll sicher gestellt werden, dass die bestehende Zollkontingentsregelung ordnungsgemäß angewendet wird.

Die EU lässt pro Jahr etwa 2,5 Mill. Tonnen so genannter Dollar-Bananen, vor allem von US-Firmen in Südamerika angebaut, zu einem vergleichsweise günstigen Zollsatz von 75 $ pro Tonne über ihre Grenzen. Aus den Entwicklungsländern Afrikas, der Karibik und den Staaten im Pazifikraum (AKP) kommen 0,86 Mill. Tonnen zollfrei in die Europäische Union.

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