Zahlreiche Filialen geschlossen
6 000 Banker legen Arbeit nieder

Zum Auftakt der bundesweiten Streiks im privaten Bankgewerbe haben am Mittwoch nach Gewerkschaftsangaben rund 6 000 Beschäftigte von über 400 Bankfilialen in Nordrhein-Westfalen die Arbeit niedergelegt. Betroffen waren unter anderem Deutsche Bank 24, Dresdner Bank, Commerzbank sowie Volks- und Raiffeisenbanken.

WiWo/ap DÜSSELDORF. Zahlreiche kleine Filialen seien geschlossen geblieben, berichtete Günter Isemeyer von der Gewerkschaft Verdi. In größeren Filialen sei mit Notbesetzungen gearbeitet worden. Über 5 000 Bankenmitarbeiter nahmen laut ver.di an einer Streikversammlung auf dem Friedensplatz in Dortmund teil. Beteiligt waren auch 800 streikende Bauarbeiter.

Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske sagte in einer Ansprache, der am Dienstag erzielte Tarifabschluss für die Deutsche Postbank könne eine "Wegmarke" im Bankenbereich sein. Die 4 500 Postbank-Beschäftigten erhalten rückwirkend zum 1. Juni 3,5 % mehr Entgelt und ab dem 1. Juni 2003 noch einmal 3,2 % mehr. Bsirske ging auch auf die jüngste Diskussion über die Höhe der Managergehälter ein.

"Wenn es in den Banken eine Kostenkrise gibt, dann nur bei den Vorstandsbezügen", sagte er unter dem Beifall der Zuhörer. Die Gewerkschaft hatte die Tarifverhandlungen für die rund 460 000 Beschäftigten des Bankengewerbes am Donnerstag vergangener Woche für gescheitert erklärt. Sie fordert Entgelterhöhungen und sonstige Verbesserungen im Gesamtumfang von 6,5 %.

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