Zahlreiche Marken müssen verkauft werden
EU-Auflagen für Übernahme von Bestfoods durch Unilever

Nur unter strengen Auflagen hat die EU-Kommission die Übernahme des US-Lebensmittelkonzerns Bestfoods durch seinen niederländisch-britischen Konkurrenten Unilever genehmigt. Erst entsprechende Zusagen von Unilever hätten die Bedenken der Kommission ausgeräumt, teilte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti mit.

afp/dpa BRÜSSEL. Demnach muss der Konzern eine Reihe von Marken wie "Lesieur", "Touch of Taste", "Royco" und "Oxo" verkaufen. Monti fürchtet vor allem um den Wettbewerb auf den Märkten für Trockensuppen, Saucen, Marmaladen sowie Kräuter und Würzmittel. Eine auch in Deutschland bekannte Marke von Bestfoods ist "Knorr"-Suppen.

Monti sagte: "Diese Fusion wird zu einer großen Umstrukturierung in der europäischen Nahrungsmittelindustrie führen und müsste erhebliche Synergien freisetzen." Die Zusagen von Unilever gewährleisteten einen ungehinderten Wettbewerb zu Gunsten der Verbraucher. Üblicherweise werden Fusionen dieser Größenordnung deutlich länger in Brüssel geprüft.

Die beiden Unternehmen hatten nach früheren Angaben 1999 insgesamt 52,3 Mrd. $ umgesetzt und einem operativen Gewinn von 6,2 Mrd. $ ausgewiesen. Zu den Hauptmarken von Bestfoods, die frühere CPC International, zählen auch "Hellmann's Mayonnaise", "Mazol"-Öl und "Skippy"-Erdnussbutter. Das Unternehmen produziert auch in Deutschland. Unilever ist einer der weltgrößten Lebensmittel- und Verbraucherproduktkonzerne und ist vor allem durch Lipton-Tee, sowie durch seine vielfältigen Waschmittel und Seifen sowie andere Verbraucherprodukte bekannt. Die Gesellschaft ist in 88 Ländern aktiv und hat 255 000 Mitarbeiter.

Auch US-Behörden müssen der Übernahme zustimmen

Die Unilever-Gruppe hatte im Juni mitgeteilt, den US-Konzern für insgesamt 24,3 Mrd. $ (rund 53,7 Milliarden Mark) kaufen zu wollen. Bestfoods vertreibt Marken wie "Knorr", "Pfanni", "Dextro Energen" und "Mondamin". Unilever, zu dessen Marken "Magnum-Eis," "Lipton"-Tee und "Becel"-Margarine gehören, will sich mit dem Schritt vor allem die Präsenz auf dem lukrativen US-Markt sichern. Auch dort müssen die Wettbewerbshüter zustimmen. Der Konzern ist einer der weltweit größten Hersteller von Lebensmitteln und Haushaltswaren und steht unter anderem für die Waschmittelmarken "Omo" und "Suni"l sowie die Mode- und Parfum-Firma "Calvin Klein" .

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