Zahlreiche private Literaturkritik-Anbieter
Literatur-Pfade im Link-Dschungel

Es verlangt einige Ausdauer, sich durch den Dschungel der im Internet angebotenen Literatur-Links durchzukämpfen. Doch finden sich hier derart viele Ideen, dass man es nach der Online-Recherche kaum erwarten kann in den nächsten Buchladen zu kommen, um sich mit Lesestoff einzudecken. Eine erste Übersicht bietet Handelsblatt.com an dieser Stelle anlässlich der Frankfurter Buchmesse.

Ob professionelle Literaturkritik, ungefiltert private Leseerfahrung oder kommerzielle Neuauflagen-Betrachtung: Im Internet finden sich Literatur-Links zu jedem erdenklichen Thema. Die folgende Zusammenstellung will Literaturinteressierten Lust auf die eigene Online-Recherche wecken.

Die Behauptung, dass Bücher und andere, "moderne" Medien sich ausschließen, wird spätestens durch das immer wieder lautstark diskutierte "Literarische Quartet" außer Gefecht gesetzt. Wer eine Sendung verpaßt hat, kann sich im Internet schnell über die besprochenen Bücher orientieren und die neuesten Kritiken bzw. Lobeshymnen des streitbaren Quartetts nachlesen.

Bei Vossnet werden die verschiedensten Autoren alphabetisch besprochen. Bei Buecher4 treffen, wie auf vielen anderen Internet-Seiten, die Rezensenten selbst die Auswahl, der besprochenen Bücher. Über sein Lieblingsbuch kann man aber auch bei Moeller seiner Begeisterung freien Lauf lassen und einen kurzen Klappentexten formulieren.

Wer sich über 20 der großen deutschen Autoren informieren möchte, angefangen mit Georg Büchner über Franz Kafka bis zu Theodor Storm, für den ist xlibris.de eine spannende Adresse. Auf diesen Seiten findet man Biographien, Kurzinhalte, Bibliographien sowie Einführungen zu Werken und Epochen.

Weg von den Klassikern, weiter zu den Neuerscheinungen: Wer "frisches Material" sucht, der wird viel Lesestoff bei Literaturkritik.de finden. Sinnvoll nach verschiedenen Literaturgattungen untergliederte Leseanregungen gibt es bei avb.readme oder bookinist. Von Audio Books bis zum Tagestipp "Harry Potter" kann man sich anhand von ausgewählten Leseproben informieren.

Eine ganz andere Kategorie rund um "Literatur" im Internet sind ganze Werke, die im Internet veröffentlicht werden und herunterladbar sind. Hier spielt das Gutenberg-Projekt eine Vorreiterrolle, das mehrere tausend Gedichte, Romane, Erzählungen, Märchen, Fabeln etc. gesammelt hat. Streng nach dem Prinzip, dass ein Autor vor 70 Jahre verstorben sein muss, damit das Werk den Copyright-Schutz verliert, sind hier Texte zu finden. Daneben wirbt das Projekt wird um die Mithilfe der Leser, abgetippte oder eingescannte Texte per E-Mail zu senden. Hier kann sich also nicht nur der "arme Germanistikstudent" die Leselektüre für das nächste Seminar runterladen, sondern auch Einstieg in Werke finden, die man sich dann später in gebundener Form kaufen kann.

Wer sich für deutsche Frauenliteratur des 18. und 19. Jahrhunderts interessiert, wird bei dem englischsprachigen "Sophie Project" fündig. Besonders hilfreich sind die Querverweise, die dem Hintergrundinformationen sowie weitere Lesetipps bieten.

Einem ähnlichen Prinzip folgt eine Website, die mit "willkürliche Auswahl deutscher Gedichte" betitelt ist. Viele hundert Titel, die - ebenfalls dem Prinzip des Gutenberg-Projekts folgend -, erst 70 Jahre nach dem Tod des Autors veröffentlicht werden, sind hier zusammengetragen worden. Auch hier werden die Leser gebeten, sich aktiv an der Vergrößerung dieser Sammlung zu beteiligen, wobei sich der Inhaber dieser Site allerdings auch herausnimmt, nur Gedichte zu veröffentlichen, die ihm persönlich gefallen.

Für die Herstellung und Veröffentlichung eigener Literarischer Texte vermittelt die Homepage der 42erAutoren e.V. Tipps und Tricks. Hier werden Texte diskutiert, redigiert und Starthilfen gegeben.

Eine gute Mischung aus Textveröffentlichungen von "Hobbyautoren" und Buchbesprechnungen bereits erschienener Literatur bietet literature.de. Hier wird Autoren die Möglichkeit gegeben ihre Artikel online einem großem Publikum vorzustellen. Weitere 75 Arbeitsproben bislang unveröffentlichter Romanprojekte finden sich unter dem Stichwort Romansuche.

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