Zahlreiche Verletzte
Unruhen in Cincinnati nach tödlichen Polizeischüssen

Nachdem am Wochenende der unbewaffnete Schwarze Timothy Thomas von Polizisten erschossen wurde, protestieren Demonstranten gewaltsam gewaltsam in der Innenstadt der US-Stadt.

ap CINNCINNATI. In der amerikanischen Großstadt Cincinnati haben Demonstranten den zweiten Tag in Folge gewaltsam gegen die Erschießung eines unbewaffneten Schwarzen protestiert. Die Polizei ging am Dienstag mit Hartgummigeschossen und Tränengas gegen die Demonstranten vor, mindestens 20 Personen wurden nach Polizeiangaben festgenommen. Das FBI leitete Ermittlungen zum Tod des 19-jährigen Timothy Thomas ein, der am Wochenende vor Polizisten weggelaufen war und dabei erschossen wurde.

Thomas wurde wegen kleinerer Vergehen wie Autofahren ohne Führerschein und Fahren ohne Sicherheitsgurt gesucht. Ein Ergebnis der Ermittlungen wird erst in mehreren Monaten erwartet.

In der Innenstadt von Cincinnati und dem nördlich davon gelegenen Viertel Over-the-Rhine wurden Fensterscheiben eingeworfen, Autos mit Steinen beworfen und Brände gelegt. In einzelnen Fällen kam es auch zu Plünderungen. Etwa 25 Personen wurden verletzt in Krankenhäuser eingeliefert, 40 weitere wurden an Ort und Stelle ärztlich behandelt. Bürgermeister Charles Luken rief am Abend im schwer bewachten Rathaus zu Ruhe und einem öffentlichen Dialog auf.

Das Verhältnis zwischen den Einwohnern schwarzer Hautfarbe und der Polizei ist in Cincinnati seit längerem gespannt. Seit November vergangenen Jahres wurden vier Schwarze von Polizisten erschossen.

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