Zahlungen auf die Jahre 2004 und 2005 verschoben
Opel-Mitarbeiter stunden Teile des Tariflohns

Die Mitarbeiter der Adam Opel AG verzichten vorübergehend auf einen Teil des Metall-Tarifabschlusses, um dem angeschlagenen Autobauer die nächsten eineinhalb Jahre über die Runden zu helfen.

jkn RÜSSELSHEIM. Die Entgelt-Ausfälle werden allerdings 2004 und 2005 über Zusatzzahlungen kompensiert. Dadurch erwartet Opel Einsparungen von 150 bis 160 Mill. Euro. Nach der Kompensation bleiben davon 80 Mill. Euro übrig.

Die Tochter von General Motors steckt in einer tiefen Krise. Im vergangenen Jahr summierten sich Opels operative Verluste auf fast 700 Mill. Euro. Deshalb hatte Vorstandschef Carl Peter Forster im Herbst 2001 das Sparprogramm "Olympia" verkündet, das unter anderem den Abbau von 2500 der insgesamt 34 300 Stellen vorsieht.

Seitdem hat sich die Lage allerdings zugespritzt. Neben einem Absatzeinbruch in den ersten vier Monaten dieses Jahres um gut 21 % macht dem Autobauer der Tarifabschluss zu schaffen. Der jetzt beschlossene Kompromiss soll helfen, diese zusätzlichen Belastungen ohne weiteren Stellenabbau zu verkraften. Er schließt betriebsbedingte Kündigungen bis 2005 aus. "Das wichtigste ist es, dass es neben den 2500 Arbeitsplätzen im Olympia-Programm keinen weiteren Stellenabbau geben wird", zeigte sich Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz zufrieden. Statt der vereinbarten Lohnerhöhung um 4 % ab Juni diesen Jahres sowie 3,1 % ab Juni kommenden Jahres erhält die Opel-Belegschaft 3,1 % beziehungsweise 2,6 % mehr Lohn. Die Differenz wird mit der übertariflichen Zulage verrechnet. Zudem will Opel den Mitarbeitern in den Jahren 2002 und 2003 statt eines vollen Monatsentgelts zu Weihnachten lediglich 70 % zahlen. Auch bei der Jubiläumsprämie gibt es Abstriche.

Ab dem Jahr 2004, dem Zeitpunkt also, ab dem das Management wieder schwarze Zahlen erwartet, dürfen sich die Opel-Mitarbeiter dann auf einen kleinen Geldsegen freuen. So wird es 2004 rund 7 % und 2005 noch mal etwa 8 % eines Monatslohns als Sonderzahlung geben. Darüber hinaus wird das Weihnachtsgeld in beiden Jahren auf 130 % angehoben.

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