Zahlungsunfähig droht
Gigabell beantragt Insolvenzverfahren

Die Aktien des Unternehmens wurden bis Tagesende vom Handel ausgesetzt.

Reuters/adx FRANKFURT. Die Aktien des am Neuen Markt notierten Telekommunikationsunternehmens Gigabell, das am Nachmittag die Beantragung eines Insolvenzverfahrens bekannt gegeben hatte, sind voraussichtlich bis zum Ende des Tages vom Handel ausgesetzt. Dies sagte eine Sprecherin der Deutschen Börse am Freitagnachmittag auf Anfrage. Gigabell hatte zuvor mitgeteilt, wegen drohender Zahlungsunfähigkeit ein Insolvenzverfahren beantragt zu haben, aber eine Fortführung der Gesellschaft anzustreben. In den Medien war Gigabell in den vergangenen Monaten wiederholt mit Liquiditätsschwierigkeiten in Zusammenhang gebracht worden.

Ende Juli hatte der Internet-Provider und Servicedienstleister einen Vorvertrag mit Investoren über eine Kapitalerhöhung von 26 Mill. Euro abgeschlossen. Um die Gewinnzone zu erreichen, plante das Unternehmen die Konzentration auf das Telekommunikationsgeschäft. Im operativen Geschäft sollten im ersten Quartal 2001 schwarze Zahlen geschrieben werden. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres betrug der Verlust des Unternehmens allerdings rund 24,2 Mill. DM und fiel damit um vier Mill. DM höher aus als geplant. Der Umsatz belief sich auf 22,5 Mill. DM.

Die Gigabell-Aktien waren im August 1999 für 38 Euro ausgegeben worden. Zu Beginn dieses Jahres legte der Kurs drastisch zu und erreichte im Februar einen Höchstkurs von rund 131,56 Euro. Das Jahrestief lag Mitte September bei 9,56 Euro.

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