ZDF-Politbarometer
"K-Frage": Stoiber weiterhin vor Merkel

Nach dem CDU-Parteitag und dem Beginn der rot-roten Koalitionsverhandlungen in Berlin haben Angela Merkel und Gregor Gysi am stärksten unter den Spitzenpolitikern in der Wählergunst zugelegt. Bei der Frage nach der Kanzlerkandidatur liegt aber der CSU-Vorsitzende Stoiber weiterhin vor der CDU-Parteichefin.

dpa BERLIN. Das ergibt sich aus den Zahlen des am Freitag veröffentlichten ZDF - Politbarometers. Die CDU-Vorsitzende Merkel verbesserte sich auf der von +5 bis-5 reichenden Skala von 0,5 auf 0,9. Bei der Kanzlerfrage legte sie im Vergleich zu CSU-Chef Edmund Stoiber zwar deutlich zu, ohne allerdings dessen Umfragewerte zu erreichen.

Am beliebtesten unter den zehn wichtigsten Politikern ist nach wie vor Außenminister Joschka Fischer (Grüne), der seinen Wert noch von 2,1 auf 2,3 steigerte. Es folgen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) mit unverändert 1,9, der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber mit 1,3 (November: 1,2), Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) mit 1,1 (0,9), Merkel, Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) mit unverändert 0,9, FDP-Chef Guido Westerwelle mit 0,6 (0,7), der Berliner PDS - Spitzenkandidat Gysi kam auf 0,3 (-0,1). Es folgen Unionsfraktionschef Friedrich Merz mit unverändert-0,1 und Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD), dessen Wert von-0,5 weiter auf-0,6 fiel.

In der "K-Frage" liegt Stoiber weiterhin vor Merkel. Auf die Frage: "Wen wollen Sie lieber als Kanzler?" sagten im Falle einer Merkel-Kandidatur 60 Prozent Gerhard Schröder (-5 im Vergleich zu November) und 33 Prozent Angela Merkel (+8). Wenn Stoiber anträte, nannten unverändert 51 Prozent Schröder und 41 Prozent Stoiber (+1). Aufgeschlüsselt nach dem Persönlichkeitsprofil führt Stoiber gegenüber Merkel bei Tatkraft, Siegertyp und Wirtschaftskompetenz, Merkel bei Glaubwürdigkeit und Sympathie.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, würde die Union im Vergleich zum Vormonat einen Punkt verlieren. Die SPD käme unverändert auf 41 Prozent, die Grünen unverändert auf 5 Prozent, CDU/CSU auf 37 Prozent (-1), FDP 7 Prozent, PDS 6 Prozent (beide unverändert) andere Parteien zusammen 4 Prozent (+1). Damit gäbe es keine klaren Mehrheitsverhältnisse im Bundestag.

Für das Politbarometer befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 10. bis 13. Dezember telefonisch 1254 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Die Fehlertoleranz beträgt bei den großen Parteien 2,7 Prozentpunkte, bei den kleineren 1,4 Punkte.

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