ZDF-Politbarometer
Schröder und SPD im Aufwind

Bundeskanzler Gerhard Schröder und SPD haben in der Wählergunst weiter aufgeholt.

WiWo/ap MAINZ. Laut ZDF-Politbarometer gelang den Sozialdemokraten gegenüber Anfang Juni ein Stimmungsaufschwung von 33 auf 38 Prozent. CDU/CSU und die Grünen verharren auf 40 beziehungsweise auf acht Prozent, während sich die FDP von zwölf auf acht Prozent verschlechterte und die PDS einen Punkt verlor und nun bei vier Prozent liegt.

Nach der von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vorgenommenen Umfrage unter 1.281 Wahlberechtigten holte die SPD auch bei der so genannten Sonntagsfrage auf: Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, kämen die Sozialdemokraten auf 36 Prozent (plus eins), die Grünen auf sieben (unverändert), die CDU/CSU auf 39 (unverändert), die FDP auf neun (minus eins) und die PDS auf fünf Prozent (unverändert). Rechnet man die PDS ein, würde dies bedeuten, dass keines der beiden politischen Lager zurzeit über eine Mehrheit im Bundestag verfügen würde.



Parallel zur Erholung der SPD konnte Schröder seinen Vorsprung auf Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber weiter ausbauen. Nach der Umfrage wollen gegenwärtig 54 Prozent (plus zwei) am amtierenden Bundeskanzler festhalten, während der CSU-Vorsitzende einen Punkt verlor und nunmehr bei 37 Prozent Zustimmung liegt. Damit hat sich die Kluft zwischen Amtsinhaber und Kandidat von 14 auf 17 Punkte vergrößert.

Beim Kompetenzvergleich führt die CDU nach wie vor in den Bereichen Wirtschaft, Arbeitsplätze und Bildung. Der SPD traut eine Mehrheit zu, die Familienpolitik und den Aufbau Ost besser bewältigen zu können. Auf die Frage, wer die Bundestagswahl voraussichtlich gewinnen wird, tippten 44 Prozent (plus zwei) auf die Oppositionsparteien und 39 Prozent (minus eins) auf Rot-Grün. Die Liste der zehn wichtigsten Politiker in Deutschland führt weiterhin Außenminister Joschka Fischer an (2,2/plus 0,1) vor Schröder (1,7/plus 0,3), der CDU-Vorsitzenden Angela Merkel (1,1/plus 0,2), Innenminister Otto Schily (1,0/plus 0,1), Finanzminister Hans Eichel (0,8/unverändert), Stoiber (0,7/plus 0,2), Landwirtschaftsministerin Renate Künast (0,6/plus 0,1), dem FDP-Vorsitzenden Guido Westerwelle (0,3/minus 0,1), dem Berliner Wirtschaftssenator Gregor Gysi (minus 0,4/unverändert) und Verteidigungsminister Rudolf Scharping (minus 1,1/unverändert).

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